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Spektakel mit Prinzen und Pleitegeier

Von: clg
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Großaufgebot beim großen Empfang: Die Tollitäten aus dem Würselener Stadtgebiet sorgten für prächtige Stimmung.

Würselen. Letzter Vorhang für Bürgermeister Werner Breuer als Gastgeber beim Empfang der Tollitäten: Als Rentner in spe empfing er bei bester karnevalistischer Laune die Narrenherrscher der Düvelstadt.

Er ging aber nicht wie in den Jahren zuvor in die Bütt, sondern stimmte mit ihnen Schunkellieder mit Texten aus eigener Feder auf Würselen an. Freuen durfte er sich über die stattliche Zahl von Karnevalisten, die sich mit den närrischen Regenten in der Aula der Realschule am Wisselsbach eingefunden hatten - begrüßt vom Pressesprecher der Stadt, Bernd Schaffrath.

Als Vogelscheuche war er mit mehr oder weniger großem Erfolg bemüht, den Pleitegeier von der Stadt fern zu halten. Mit sicherer Hand zog er beim rund dreistündigen abwechslungsreichen Programm die Fäden auf der Bühne, wobei es das närrische Auditorium ihm und den Auftretenden leicht machte.

Illustre Gästeschar

Eine Reihe von Politikern hatte sich kostümiert unter das ausgelassen Karneval feiernde Narrenvolk gemischt. CDU-Fraktionschef Karl-Jürgen Schmitz gab als Zirkusclown genauso wie SPD-Vizebürgermeister Arno Nelles, sein Konkurrent bei der Wahl zum neuen Bürgermeister, als Pirat eine gute Figur ab. SPD-Fraktionschef Stefan Mix gab sich als flotter Italiener mit gelbem Strohhut und dunkler Brille die Ehre.

Im Blütenweiß seines Vereins beziehungsweise im Ülle-Lila erschienen die Ratsherren Hans-Josef Bülles und Winfried Hahn. Linientreu mit schwarzem beziehungsweise rotem „Höötchen” waren Kreisdirektor Helmut Etschenberg und Kreis-Baudezernent Uwe Zink - die Wahl des Städteregionsrats warf ihre Schatten voraus - Gäste des Bürgermeisters. Euregionalen Anstrich erhielt der Empfang durch den Besuch des Präsidenten des Bonds Limburgse Carnevalsverenigingen, Jo Hundscheidt, sowie der VKAG-Repräsentanten Karl-Heinz Mattheis und Bernd Simons.

Orden verliehen

Ein farbenprächtiges Bild reihte sich in rascher Folge an das andere, angefangen mit dem Aufmarsch der Tollitäten unter den Klängen des Trommler- und Pfeiferkorps Bardenberg. Die ganze Pracht des düvelstädtischen Karnevals entfaltete sich vor den Augen des närrischen Auditoriums. Erst recht setzten sich die Narrenherrscher bei ihren Einzelauftritten mit ihrem Anhang und ihren Liedern beeindruckend in Szene.

Aus der Hand des Bürgermeisters nahmen Stadtprinz Gerhard I. und der Bardenberger Prinz Uwe I., begleitet von Bauer Guido und Jungfrau Antonia, den Stadtorden entgegen. Ebenso die Weidener Prinzessin Anita I., die - wie es sich im Karneval geziemt - zudem mit einem Bützje bedacht wurde. Die Tollitäten dekorierten sich gegenseitig mit ihren Orden.

Bei den Tänzerinnen bedankte sich der Gastgeber mit kleinen Präsenten als Erinnerung an einen stimmungsvollen Empfang. Breuer heizte mit „Du bes mie Wöschele” (auf „Rout send de Rouse” von den „Buure”) und „Wöschele es prima” (auf „Viva Colonia” von den „Höhnern”) die Stimmung prächtig an.

Am Ende war doch noch ein bisschen Wehmut im Spiel: Er verabschiedete sich von der karnevalistischen Bühne mit Frank Sinatras Welthit „My Way”. Bevor der letzte Vorhang fiel, gestand er „Ich hab´ gekämpft, mit Euch gehofft, ich hab´ geflucht, wenn auch nicht oft!”. Dabei ließ er keinerlei Zweifel aufkommen: „Mein Amt war wunderschön.”

Schmucke Schülergarde

Bei der Gestaltung des Programms wirkten die schmucke Schülergarde der Hölze Päed, die Damen-Showtanzgruppe der Au Ülle mit ihrem Ausflug zu den Sternen, die Showtanzgruppe der Linden-Neusener Klöös mit ihrem „Money-Money-Tanz” sowie die Tanzformationen und Mariechen der jeweiligen Prinzen bei ihren Auftritten mit.

Dem Stadtprinzen gab das Bundestambourkorps Alte Kameraden musikalisch das Geleit. Auf Kölsche Art setzte die Linden-Neusener Gesangsgruppe „Lampenfieber” einen mitreißenden Schlusspunkt unter ein buntes karnevalistisches Spektakel. Stets musikalisch auf der Höhe des Geschehens war Jürgen Wirtz an der Orgel.
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