SPD will „Potenzial nach oben nutzen“

Von: fs
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Treue Genossen: Vorsitzender Dr. Karl Josef Strank (r.) ehrte zusammen mit Detlef Loosz (Mitte) und Landtagsabgeordneter Karl Schultheis (hinten links) die Jubilare des SPD-Ortsvereins. Foto: W. Sevenich

Baesweiler. Beim Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins in der Burg Baesweiler fanden sich gut 50 Genossen ein. Mit Grußworten des Ortsvereinsvorsitzenden Dr. Karl Josef Strank und des Landtagsabgeordneten Karl Schultheis wurde der Empfang eröffnet.

„Die Euregiobahn ist und bleibt unser Projekt!“ Strank blickte auf ein aus Sicht der SPD erfolgreiches Jahr 2012 zurück. Mit Euregiobahn und Schulkonzept seien zwei für Baesweiler sehr wichtige Projekte vorangebracht worden, betonte der Vorsitzende. Er wies auf die vielen Vorzüge einer Anbindung Baesweilers an das regionale Schienennetz hin. Nach etlichen Jahren des Stillstands gebe es nun die reelle Chance zur Realisierung bis zum Jahr 2020.

Bei der Schulentwicklung stehen wegweisende Entscheidungen an. Bereits am 5. Februar tagt der Schulausschuss. „Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch – wir bleiben dran!“, sagte Strank. Ausdrücklich lobte der Vorsitzende die Arbeit der Jusos und die Neuerungen in der Arbeit des Ortsvereins. So wurde nicht nur das Erscheinungsbild im Briefverkehr überarbeitet, es steht auch eine Generalüberholung des Internetauftritts an.

Zum SPD-Stammtisch werden an jedem ersten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr in der Gaststätte Fischer am Reyplatz alle Freunde der Sozialdemokratie geladen. Zur Bundestagswahl stellte Strank klar, dass das in Baesweiler vorhandene „Potenzial nach oben“, das sich bei der Landtagswahl deutlich gezeigt habe, nun auch auf Bundesebene genutzt werden. Im Gegensatz zur schwarz-gelben Bundesregierung könne die SPD über Inhalte punkten. Bundestagskandidat Detlef Loosz könne mit seiner authentischen Art diese Inhalte glaubhaft vermitteln. „Wir können auch Wahlkampf!“, sagte Strank.

„Gute Arbeit, faire Löhne“

Loosz griff die Punkte Solidarität, Freiheit und Gerechtigkeit auf. Er wolle als Arbeitnehmervertreter ein Sprachrohr in Berlin sein, so der 59-jährige. „Gute Arbeit braucht faire Löhne!“ Die steuerlichen Belastungen müssten wieder so verteilt werden, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht immer weiter aufgehe. Dies sei sozialer Sprengstoff, beklagte Loosz. „Starke Schultern müssen mehr tragen als Schwache“, zitierte er Johannes Rau. Ähnliches gelte in der Bildungspolitik: Deutschland brauche jedes junge Talent, Bildung und Ausbildung dürften daher nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

Auch zur Energiewende bezog der Kandidat Stellung: „Ich will nicht, dass die Energiewende wieder nur von den kleinen Leuten bezahlt wird!“ Ein Sozialtarif für Energie könne dafür sorgen, dass einkommensschwache Haushalte nicht über Gebühr belastet werden. An diesem Thema zeige sich ebenso wie bei der Mietentwicklung oder der Rentenreform, dass die Überzeugungen der SPD aktueller denn je seien.

Loosz brach auch eine Lanze für den Kanzlerkandidaten der SPD, Peer Steinbrück. Viele Menschen wünschten sich einen Kandidaten, der eine klare Sprache spricht – Steinbrück tue dies nun mal so offen, dass der eine oder andere sich dadurch schon mal auf die Füße getreten fühle. Zuletzt ging Loosz auf die Notwendigkeit der Stärkung der Kommunen ein. Diese würden von Schwarz-Gelb im Stich gelassen. Er wolle in Berlin die Interessen der Region und der Arbeitnehmer vertreten.

Baesweiler Sozialdemokraten wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt. Neben Kajo Strank und Fraktionschefin Gabi Bockmühl gratulierten Karl Schultheis und Detlef Loosz den Jubilaren, unter denen Katharina Kiefer und Maria Georgi mit ihren je 50-jährigen Zugehörigkeit besonders herausstachen. Auch an Sofia Sander, Dieter Pirrung, Anni Dittmann, Elisabeth und Peter Meißner, Heiko Peters, Dieter Fritsch und Willi Juchems wurden feierlich Ehrenurkunden überreicht.

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