SPD sagt: Verkehrsprobleme brennen Bürgern auf den Nägeln

Von: Christoph Hahn
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Handfeste Argumente: Beim jüngsten SPD-Forum im Kohlscheider TPH standen die Themen Stadtentwicklung und Verkehr im Blickpunkt. Foto: Christoph Hahn

Herzogenrath. „Wir wollen unser Parteiprogramm nicht im stillen Kämmerlein machen, sondern die Bürger mit einbeziehen.” Manfred Fleckenstein, Vizebürgermeister und Mitglied der SPD-Fraktion im Herzogenrather Stadtrat, ließ keinen Zweifel daran, womit seine Partei bei den kommenden Kommunalwahlen punkten will.

Darum laden die Sozialdemokraten der Rodastadt seit einiger Zeit zu öffentlichen Foren ein, um auch Nichtmitglieder in ihre Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

Nachdem es bei diesen Foren vor wenigen Wochen in Merkstein um die Seniorenpolitik gegangen waren, kamen nun im Technologiepark Herzogenrath (TPH) in Kohlscheid Stadtentwicklung und Verkehr zur Sprache.

Schnell kritisierten sich in den Gesprächen zwischen den rund 30 Teilnehmern, darunter „einfache” Bürger wie Investoren, Mandatsträger und andere Interessenten, Schwerpunkte heraus. Einer hieß, wen wundert´s: Kohlscheid.

Grundsätzlich positiv bewertete Bernd Schreiber, Rentner, Anwohner der Grachtstraße, die Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit. Mit Blick auf die Roermonder Straße kommentierte Schreiber: „Bau-, Garten- und Supermärkte haben die Gegend aufgewertet.” Der Neubau des Autohauses Bähr auf der dem heutigen Verkaufsgelände gegenüberliegenden Seite sei „ein Gewinn”.

Anderen Kohlscheidern wiederum brannte der Bau einer Umgehungsstraße, die besonders in den Zeiten des Berufsverkehrs die Roermonder Straße entlasten soll, auf den Nägeln. Ein weiterer Impuls kam von dem Architekten und Investor Michael Heins.

Statt, was illusorisch sei, auf die Ansiedlung weiterer Supermarkt- und anderer Ketten zu hoffen, empfahl er, durch Wohnbauten die mittelständische Geschäftsstruktur im Zentrum des Stadtteils zu stärken.

Dabei kam noch ein weiterer Aspekt aufs Tapet: Nicht wenige Diskussionsteilnehmer störte es, dass der hinter deren Gebäude am Markt gelegene Parkplatz der VR-Bank (Zufahrt von der Weststraße her) nur genutzt werden kann, wenn der Autofahrer dabei seine EC-Karte einsetzt.

Die Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs liegt nicht nur dem SPD-Ratsherrn Hartmut Prast, der von seiner Wohnung in Merkstein zum Forschungszentrum in Jülich pendelt, am Herzen.

Auch seine Parteifreunde Gerd Neitzke und Manfred Fleckenstein setzen eigenem Bekunden nach auf den Ringschluss der Euregiobahn, den zweigleisigen Ausbau der Schienenstrecke Herzogenrath-Heerlen sowie - damit zusammenhängend - einen attraktiveren Öffentlichen Nahverkehr mit besseren Querverbindungen.

Doch nicht nur das war Thema bei den Diskussionen im Hauptgebäude des Technologieparks. Auch für mehr Lebensqualität im Merksteiner Zentrum an der Geilenkirchener Straße, einen vitaleren Branchenmix bei den hier angesiedelten mittelständischen Geschäften inklusive, wollen die Sozialdemokraten der Rodastadt kämpfen.

Wo die Herzogenrather SPD Akzente setzen will, hatte zuvor Spitzenkandidat Fleckenstein klar gestellt: Eine Aufwertung der kleinen Ortskerne und der Roermonder Straße - darum soll es im Wahlkampf und darüber hinaus gehen.
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