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SPD Herzogenrath setzt auf verstärkte Bürgerbeteiligung

Von: mabie
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17 Seiten stark: (v.l.) Dr. Manfred Fleckenstein, Helene Goebbels, Andreas Schmälter, Robert Savelsberg und Gerhard Neitzke stellen das Programm der SPD für Herzogenrath vor. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Ganze 17 Seiten stark ist das mit „Bilanz sowie Ausblick“ überschriebene Wahlprogramm der SPD. Eine Komplexität, die nach Ansicht der Genossen Sinn macht, schließlich sollen alle drei Zentren der Rodastadt gleich gut bedient werden.

Und das im engen Zusammenspiel mit den Bürgern, denn „eine Stadt kann man nur nach vorne bringen, wenn man das gemeinsam mit der Bürgerschaft entwickelt“, wie Dr. Manfred Fleckenstein sagt.

Enttäuschend ist für die Sozialdemokraten das Tempo, mit dem eine Belebung in der Stadt seitens der Wirtschaftsförderung angegangen werde. Die erklärte „Chefsache“ von Bürgermeister Christoph von den Driesch (CDU), der damit tatsächlich wie nach den Bürgermeisterwahlen im Januar seitens der SPD angekündigt, ins Kreuzfeuer genommen wird, fällt bei den SPDlern nicht auf fruchtbaren Boden.

In Sachen Umgestaltung des Kohlscheider Zentrums sahen die Sozialdemokraten zwei „gewöhnungsbedürftige Pläne“ seitens der Stadt, die im Rahmen vieler Bürgeranregungen nicht nur bei SPD-Veranstaltungen diskutiert worden seien. „Das muss nach vorne gebracht werden“, machte Dr. Fleckenstein bei der Vorstellung des Wahlprogramms klar.

Wie schon bei einer Veranstaltung vor einiger Zeit in der Gaststätte „Kempchen“ besprochen, müsse mit den Knackpunkten „Sportplatz Langenberg“ und der „Osttangente“ auch die gesamte Verkehrsproblematik an der Südstraße und am Markt betrachtet werden. „Die Initialzündung an dieser Stelle wird vom anzusiedelnden Nahversorger ausgehen“, sagt Fleckenstein, der froh ist, dass in der Zwischenzeit der Kaiser’s-Markt durch die Stadt gehalten worden sei.

Chancen für Jung und Alt

Der größte Stadtteil Herzogenraths könnte auch beim Thema „Demografischer Wandel“ eine Rolle spielen, wie Fraktionsvorsitzender Gerhard Neitzke betonte. „Wir brauchen fußläufige Erreichbarkeit“, sagte er und betonte, dass eine Neubaukultur für ältere Menschen auch die Chance berge, dass junge Familien auf diese Weise Bestandsimmobilien erwerben könnten. „Wir sollten dabei auch über eine Wohnungstauschbörse im Rathaus nachdenken“, sagte Neitzke. In Herzogenrath-Mitte machte er eine „komplizierte Situation“ aus: Leerstände im Bockreiterzentrum, eine Gastronomie, die ab 18.30 Uhr Tische und Stühle zusammenbindet, und eine leere Supermarkt-Immobilie, die sich mehr und mehr zum Ärgernis entwickele. „Auch warten wir seit Jahren auf eine Bebauung an der Ecke Kleikstraße/Bicherouxstraße“, bemängelte Neitzke.

„Investoren wollen angesprochen werden“, findet auch Stadtverordneter Andreas Schmälter, der Ansiedlungswilligen ein Gefühl des Willkommenseins vermitteln will. Das solle auch für den August-Schmidt-Platz in Merkstein gelten, der dringend mehr Aufenthaltsqualität, Einkaufsmöglichkeiten und vernünftige Parkflächen benötige.

Im Bereich Schulen und Kinderbetreuung machen sich die Genossen Sorgen, dass die heutige Angebotslage und selbst die für 2017 angestrebte 50-prozentige Versorgung bei der Betreuung von unter dreijährigen Kindern zu wenig sein könnten. „Vor dem Hintergrund des gestiegenen Bildungsstandes bei Frauen müssen wir auch über Ganztagsgrundschulen nachdenken, die künftig die bisherigen Offenen Ganztagsschulen im Grundschulbereich ablösen“, sagt Dr. Manfred Fleckenstein.

Eine soziale Klammer bei der Freizeitgestaltung sieht die SPD in Herzogenrath auch in Sachen Schwimmhalle in Kohlscheid: „Das ist eine ganz wichtige Sportstätte, denn in der Badewanne kann man nicht schwimmen lernen“, sagt Fleckenstein. Bei der Integrationspolitik sehen sich die Genossen ganz vorn, „wir haben daraus mehr als nur eine Pflichtveranstaltung gemacht“, stellt Andreas Schmälter fest.

Und mit dem Verkehr, der nach dem Willen der SPD nie über eine B 258 n fließen werde, schließt sich der breite Themenkreis. „Wir müssen eine Verbesserung des Verkehrsflusses haben“, betont Dr. Fleckenstein.

Eine bessere Vernetzung auch des überregionalen Nahverkehrs, ein gut ausgebautes, bestehendes Radwegenetz und die bessere Anbindung der Nebenzentren der Stadt stehen bei ihm auch auf der Agenda.

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