SPD: „Heimathaus” soll zum Identifikationsmerkmal werden

Von: Karl Stüber
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Die Remise an der Burg Alsdorf: Das Gebäude könnte durch einen den Denkmalschutz wahrenden Anbau erweitert und als „Heimathaus” zum wichtigen Bestandteil des Projekts „Soziale Stadt” werden. Foto: Stüber

Alsdorf. Jetzt erst recht! Die Aussage „Alsdorf-Mitte - das Bildungsquartier” solle Slogan und Ziel sein, sagt Bernd Niedermeier von der Planungsgruppe MWM, Büro für Städtebau und Verkehrsplanung. Eine kühne These angesichts des durch einkommensschwache Haushalte und Arbeitslosigkeit geprägten und rund 1,5 Quadratkilometer großen Zentrums von Alsdorf.

Aber Kopf in den Sand stecken, gilt nicht. „Der Antrag der Stadt auf Förderung des Integrierten Handlungskonzepts ist gut im Rennen”, sagte Niedermeier. Ende März beziehungsweise Anfang April wisse die Stadt mehr, was letztlich von dem Maßnahmenpaket wann und wie umgesetzt werden kann. Niedermeier hat nach eigenen Bekunden bereits acht Projekte dieser Art betreut, verfügt also über reichlich Erfahrung.

„Besondere Fähigkeiten”

Der SPD-Ortsverein Alsdorf-Mitte hatte interessierte Bürger zur Diskussion in die Räume der Arbeiterwohlfahrt in der Burg eingeladen, Thema das Projekt „Soziale Stadt Alsdorf-Mitte”. Die umfangreiche Berichterstattung dieser Zeitung über das bis zu 17,5 Millionen Euro teure Vorhaben, das verhindern soll, dass Alsdorf-Mitte zum „Slumviertel des Nordkreises” (so Stadtkämmerer Günter Jansen) wird, füllte den Saal - und mancher Teilnehmer hatte unseren Zeitungsartikel gleich mitgebracht.

Auf der umfassenden Analyse fußend, riet Niedermeier die Alsdorfer dazu, „besondere Fähigkeiten der Menschen im Plangebiet herauszufinden und darauf aufzubauen”. Dazu gehöre zum Beispiel die Mehrsprachigkeit, bedingt durch die Bewohner mit Migrationshintergrund. Bildung sei der Schlüssel zum sozialen Erfolg, „da muss ganz früh und ganz unten angesetzt werden”.

Alsdorf müsse der eigene Anspruch, Kultur- und Technologiestandort zu sein, „auch im Inneren mit Leben füllen”. Hierzu müssten zum Glück bereits vorhandene Bildungseinrichtungen besser verknüpft werden. Da sei es gut, dass das Schulzentrum mit Realschule und Gymnasium an der ehemaligen Kraftzentrale gebaut und die VHS in der ehemaligen Schule am Übacher Weg zusammengefasst werden soll. Gustl Rinkens, SPD-Vorsitzender von Alsdorf-Mitte, erklärte dazu, dass man sich jetzt „auf dem Obergefreitenweg” darüber geeinigt habe, dass das Gebäude am Übacher Weg von der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG) gekauft und hierfür hergerichtet werde.

GSG-Architektin und Projektleiterin Kerstin Hohmann erläuterte zudem nochmals das Konzept für den Umbau der Remise der Burg zum sogenannten „Heimathaus” als zentrale Einrichtung und Begegnungsstätte im Rahmen der „Sozialen Stadt”. Dies könne laut Niedermeier zum neuen „Identitätsmerkmal” von Alsdorf-Mitte werden.

„Wir müssen auch etwas in der vorhandenen Bausubstanz tun”, appellierte Niedermeier an Hausbesitzer im Zentrum in Sachen Wohnumfeldverbesserung. „Bürgermeister Alfred Sonders hat mit Hausbesitzern am Denkmalplatz über die Verbesserung der Außenfassaden intensiv gesprochen”, ergänzte dazu Rinkens. Schließlich sei die Stadt bei der Bemessung der Eigenbeteiligung bei der Umgestaltung des Denkmalplatzes den Eignern dort entgegengekommen und erwarte jetzt umgekehrt Aktivitäten.

Ohnehin könne das Vorhaben nur mit Hilfe der Bürger gelingen, ergänzte Planer Niedermeier. Deshalb würden nach Klärung der Finanzierung einige Bürgerforen folgen, um die Umsetzung bedarfsgerecht zu gestalten und die Vorschläge Betroffener beizeiten zu berücksichtigen. Auch müsse dann schnell ein Träger gefunden werden, der alle Aktivitäten koordiniert und organisiert. Die Stadt Baesweiler setzt für Setterich hier auf das Deutsche Rote Kreuz.
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