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Sonders baggert auf der Bauhof-Baustelle

Von: Karl Stüber
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Viele Hebel im Blick: Maschinenführer Elvis Dammann erläutert Bürgermeister Alfred Sonders, wie er fachgerecht baggert. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Die Wetten zum Abschneiden von Bürgermeister Alfred Sonders beim Baggern auf dem städtischen Bauhof stehen nach inoffiziellen Angaben 50:50. Nach kurzer Einweisung durch Maschinenführer Elvis Dammann, den Sonders im fließenden Rumänisch begrüßt – des Bürgermeisters Ehefrau stammt von dort –, verstummen Unkenrufe schnell.

Der Erste Bürger der Stadt bringt trotz eisigem Wind im offenen Führerstand einen ansehnlichen Haufen Erde zusammen – in der Schaufel. Wenn auf diese Weise die Ertüchtigung des Bauhofes, die insgesamt rund 1,8 Millionen Euro kosten wird, erfolgt, kann sich die Stadt glücklich schätzen – und vielleicht den einen oder anderen Euro doch noch sparen, wenn Sonders in seiner Freizeit weiterbaggert – ehrenamtlich natürlich.

Den rund 60 Mitarbeitern des Eigenbetriebs Technische Dienste (ETD) – eine Tochtergesellschaft der Stadt Alsdorf und im Volksmund immer noch wie früher Bauhof geheißen – soll eine zeitgemäße, ja ihrer vielfältigen Arbeit angemessene Einsatzzentrale geschaffen werden, wie Sonders nach seiner Baggerei bei wärmendem Kaffee und Gebäck für beteiligte Firmen und Vertreter aus Kommunalpolitik und Verwaltung erläutert. Dabei wird der Standtort an der Carl-Zeiss-Straße, der von der Stadt im Jahre 2000 erworben worden ist, in drei Bauabschnitten modernisiert und ausgebaut.

Hinzu kommt, dass der derzeitige Standort für den Abwasserbetrieb an der Hahnengasse aufgegeben und das Material auf dem Gelände Carl-Zeiss-Straße untergebracht wird. Zudem muss die Stadt Alsdorf den verschärften gesetzlichen Vorgaben und Auflagen, dem Arbeitsschutz und der angemessenen Arbeitsplatzgestaltung, Tribut zollen.

Die Rohbauarbeiten für den ersten Abschnitt laufen seit August. Architekt Hans-Willi Mertens stellte den Umfang der Arbeiten per Power-Point-Präsentation vor. So werden eine Fahrzeug- und Gerätehalle mit Werkstatt für Kraftfahrzeuge und Motorgeräte neu gebaut, ein moderner Wachplatz für die Geräte eingerichtet, die Abwasserleitungen entsprechend verlegt, Fahrbahn und Hofflächen mit Betonverbundsteinpflaster befestigt und Boxen für die Lagerung von Schuttgütern aufgestellt. Dies kostet insgesamt rund 950.000 Euro, Ende März will man damit fertig sein.

Ab Sommer 2013 beginnen und vor dem Winter 2013/14 fertig werden, so lautet der Zeitplan für den zweiten, rund 700.000 Euro teuren Bauabschnitt. Hier werden ein Anbau an das vorhandene Bürogebäude erstellt, um Arbeits-, Sozial- und Aufenthaltsbereiche für das Personal des Abwasserbereichs zur Verfügung zu stellen, zusätzliche Salzsilos für den Winterdienst errichtet sowie Umbau und Reparatur der Außenbereiche erfolgen.

Im übernächsten Jahr werden weitere 180.000 Euro investiert, um die vorhandene Werkhalle zu ertüchtigen. „Ich bin froh, dass wir diese Maßnahme unter großer Eigenbeteiligung unserer städtischen Mitarbeiter voranbringen können“, unterstreicht Bürgermeister Alfred Sonders, Baggerführer ehrenhalber.

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