Nordkreis - Sommer vom Regen begrüßt

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Sommer vom Regen begrüßt

Von: Holger Bubel
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Das gefiel besonders den rund 1000 HGG-Schülern in der Turnhalle: Ministerin Barbara Sommer und Schulleiter Christoph Barbier tanzten zu wilden Trommelwirbeln der Afro-Combo „Pape Samory Seck”. Foto: H. Bubel

Nordkreis. Auch wenn das Wetter unsäglich schlecht war, so kann eine Ministerinnen-Woche doch äußerst angenehm starten: mit einem Besuch des Heilig-Geist-Gymnasiums (HGG) in Broich. Ungemach war da nicht zu erwarten, als NRW-Schulministerin Barbara Sommer zum jährlichen Sponsored Walk der Schule für das Senegal-Projekt ihre Aufwartung machte.

Ungemach war da nicht zu erwarten, als NRW-Schulministerin Barbara Sommer zum jährlichen Sponsored Walk der Schule für das Senegal-Projekt ihre Aufwartung machte.

Keine kritischen Fragen oder Anmerkungen von Schülern oder Lehrern, und das, wo doch die politische Verantwortungsträgerin für „Turbo-Abitur” oder „Kopfnoten” leibhaftig vor Ort war. Zwar wurde geredet, doch kritische Themen hatten keinen Platz in einer Runde aus Schülern, Lehrern oder Elternvertretern, Kommunal- und Landespolitikern sowie Bürgermeistern.

Deutliche Verspätung

Deutlich verspätet erreichte zuvor Barbara Sommer aus Düsseldorf das Gymnasium in Broich. Die rund 1000 Schüler und das Lehrerkollegium hatten sich in der Sporthalle versammelt, um Schirmherrin Sommer, deren Name an diesem Tag „nicht hält, was er eigentlich verspricht”, wie die Ministerin bedauerte, zu begrüßen, um sich anschließend mit dem Bus - so war die Planung - zu den Ausgangspunkten ihrer bis zu 15 Kilometer langen Wanderung zu machen.

Die Zeit bis zur verzögerten Ankunft Sommers wurde dem 1000-köpfigen Begrüßungskomitee durch rhythmische Afro-Percussion der Trommel-Combo „Pape Samory Seck” verkürzt. Zudem wurde die Turnhalle kurzerhand zur Picknickwiese erklärt.

Die Organisatoren um Schulleiter Christoph Barbier und Lehrer Dr. Uwe Hofmann zollten dem unaufhörlichen Regen jedoch Tribut und begrenzten die Wanderstrecke für alle Schüler auf die so genannte Weiherrunde, die eigentlich der Ministerin und ausgewählten Schülern aller Jahrgangsstufen vorbehalten war.

„Wir bilden dadurch eine Menschenkette, die unsere Solidarität mit den Menschen im Senegal zum Ausdruck bringen soll. Das ist unseren Schülern zuzumuten, wenn man bedenkt, dass die Kinder im Senegal mit gegenteiligem Wetter leben müssen”, konstatierten Christoph Barbier und die stellvertretende Schulleiterin und Koordinatorin des Senegal-Projekts, Maria Foerster.

Der Ministerin wollte man die Weiherrunde wegen der verspäteten Ankunft und den widrigen Wetterbedingungen nicht so gerne zumuten, obgleich diese extra ihre Wanderschuhe eingepackt und gegen „die hohen Hacken, die ich sonst immer anhabe”, auszutauschen gedacht hatte. Stattdessen ermunterte sie zum Bewegungsausgleich Christoph Barbier zu wilden Trommelwirbeln mit ihr das Tanzbein zu schwingen.

Ihre politische Botschaft als Bildungsministerin konnte sie dann doch noch transportieren: „Die Landesregierung steht zu den Gymnasien, wir wollen sie stärken”, gab sie den Schülern mit auf den Weg hin zur „geistigen und sozialen Elite unseres Landes”.
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