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Solwodi: Gegen Menschenhandel und Ausbeutung

Von: Nina Krüsmann
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Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Würselen, Silke Tamm-Kanj, möchte die Arbeit von Solwodi publik machen. Foto: Nina Krüsmann

Würselen. Mit einem Informationsabend hat das Frauenplenum Würselen jetzt die Arbeit des Vereins Solwodi ins Gespräch gebracht. Eine Mitarbeiterin des „Projektes Stella“ hat die Arbeit der in Aachen ansässigen Beratungsstelle gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung im Kulturzentrum „Altes Rathaus“ vorgestellt.

Der Verein Solwodi (Solidarity with women in distress, deutsch: Solidarität mit Frauen in Not) arbeitet unabhängig und überkonfessionell für die Rechte von Migrantinnen, die in Deutschland in Not geraten sind, seien es Opfer von Menschenhandel, Ausbeutung, Gewalt oder Zwangsheirat.

„Die Beratungsstelle Stella richtet sich an Frauen in der Prostitution und Opfer von Menschenhandel. Dem Frauenplenum und mir ist es ein wichtiges Anliegen, diesen Verein und seine Arbeit vorzustellen, bekannt zu machen und über Ausmaß der Strukturen dieses Gewerbes zu informieren, zu denen auch Menschenhandel und Zwangsprostitution gehören“, betont Silke Tamm-Kanj.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Würselen möchte die Arbeit von Solwodi in Würselen publik machen. „Der Verein ist regional ansässig und daher eine wichtige Beratungseinrichtung für Frauen in der Städteregion und natürlich auch in Würselen, die aus der Prostitution aussteigen wollen“, betont Tamm-Kanj. In erreichbarer Nähe könnten betroffene Frauen aktive, professionelle Unterstützung finden.

Unterstützung ist wichtig

Was können Bürger tun, um Solwodi zu unterstützen? „Zunächst ist es sicherlich wichtig, mit dem Verein Kontakt aufzunehmen. Als gemeinnütziger Verein ist er natürlich auch auf finanzielle Spenden angewiesen und freut sich auch über diese Art der Unterstützung“, erklärt Tamm-Kanj. Darüber hinaus kann man als ehrenamtlich Tätige den Verein unterstützen.

Der Verein stellt sich auch in Schulen oder anderen Einrichtungen vor, um über das Thema Zwangsprostitution und Menschenhandel zu informieren. „Da der Verein die Frauen konkret unterstützt, sind sehr verschiedene Hilfsangebote willkommen. So besteht etwa ein unterstützendes Netzwerk verschiedener Fachärzte. Häufig werden Wohnungen gesucht, Wohnungseinrichtungen und Kinderkleidung“, zählt Tamm-Kanj auf.

15 Beratungsstellen hat Solwodi inklusive dem Aachener Büro derzeit in Deutschland, die erste wurde in Koblenz eröffnet. Rund 1500 Frauen aus 96 Ländern suchen pro Jahr die Beratungsstellen auf. Solwodi Aachen ist die 15. Beratungsstelle in Deutschland und die dritte in NRW. Zu erreichen ist das Aachener Solwodi-Team montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr an der Jakobstraße 7, Telefon 0241/4131747-11 oder per E-Mail unter aachen@solwodi.de

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