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Sogar beim Abschied die Zukunft des Annaparks im Sinn

Von: fred
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Bei der Verabschiedung von Ministerialdirigent Hans-Dieter Collinet (r.) in Düsseldorf bekam der Alsdorfer Knappenchor Sankt Barbara (Bild) prominente Verstärkung. Städtebauminister Oliver Wittke (Mitte l.) und Hans-Dieter Collinet erwiesen sich beim „Steigerlied” als textsicher. Foto: fred

Alsdorf/Düsseldorf. „Hans-Dieter Collinet hat städte- und raumplanerische Grundsätze beschrieben, über die wir noch viele Jahre reden werden.” Mit dieser Auszeichnung verabschiedete Landesbauminister Oliver Wittke den in Aachen wohnenden Ministerialdirigenten in den Ruhestand.

Hans-Dieter Collinet verabschiedete sich im großen Saal des Ministeriums als Abteilungsleiter für Stadtentwicklung und Denkmalpflege von zahlreichen Freunden, Kollegen und Weggefährten.

Neben der fachlichen Kompetenz hob Minister Wittke in seiner Rede auch die menschlichen Qualitäten Collinets hervor. „Sein inhaltlicher Anspruch und die Fähigkeit, Menschen begeistern zu können, haben mich beeindruckt”, sagte der Minister. Er dankte „für das menschliche Miteinander, wenngleich ich auch mitunter den Eindruck hatte, dass Sie mir das eine oder andere Projekt untergejubelt haben”. Das werde er vermissen.

Dass dem scheidenden Ministerialdirigenten gerade die Aachener Region am Herzen lag, wurde nicht nur daran deutlich, dass Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden nach Düsseldorf gereist war, ebenso die Bürgermeister Helmut Klein (Alsdorf), Dr. Willi Linkens (Baesweiler), Christoph von den Driesch (Herzogenrath), Kreisdirektor Helmut Etschenberg und der ehemalige Generalbevollmächtigte des EBV, Hans-Dieter van Ermingen. Die stärkste Gäste-Delegation war aus der ehemaligen Bergbaustadt Alsdorf nach Düsseldorf angereist: mit dem Knappenchor Sankt Barbara des Bergbaumuseumsvereins.

Von Erfolgsgeschichten

Den Alsdorfern machte Hans-Dieter Collinet Mut. Nach kurzer Replik auf die Erfolgsgeschichte des Carl-Alex-Parks in Baesweiler sprach er über das Alsdorfer Annagelände: „Es ist die größte Zechenbrache im Aachener Revier.” Es könne mit der Entwicklung des Annaparks gelingen, gab er Zuversicht, dass Alsdorf bald nicht mehr das „Sorgenkind der Region” sei.

Strahlkraft für Region

Minister Wittke überreichte ein Abschiedsgeschenk mit viel Symbolcharakter. Für Collinets Haus in Aachen überreichte der Minister einen jener Nägel, mit denen die wesentlichen Punkte der „Route Charlemagne” - „auch ein Collinet-Baby” - in der Kaiserstadt markiert werden. Im Gespräch mit unserer Zeitung formulierte der Ministerialdirgent a.D. einen Wunsch für seine Heimatregion.

„Es ist wichtig, dass sowohl die Stadt Aachen als auch die RWTH sich als Teil der neuen Städteregion verstehen.” Umgekehrt müsse die Region erkennen, wie wichtig für sie die Strahlkraft des Oberzentrums und der RWTH sei. Die große Chance der Städteregion liege darin, sich „zu vernetzen und gegenseitig zu befruchten”.
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