So manche Revolution fängt ganz klein an

Von: ro
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Christoph Birken produzierte in seinem Studio in Würselen seine sechste CD mit dem Titel „1968”. Foto: Markus Roß

Würselen. Was ist er nun? Hobbymusiker, Liedermacher, Songwriter? Keiner dieser Beschreibungen werden dem Würselener Christoph Birken, der jetzt seine neue CD „1968” vorstellte, so richtig gerecht. Denn eigentlich treffen alle drei Begriffe zu. Musik ist sein großes Hobby.

Aber die Musik ist mehr als eine Freizeitbeschäftigung für Christoph Birken, der in seinem Hauptberuf als Gymnasiallehrer und Schulbuchautor in der schulpraktischen Lehrerausbildung tätig ist. Er macht Musik aus Leidenschaft, schreibt seine Texte selber, regt feinsinnig zum Nachdenken an.

Er ist ein Vertreter der Songpoesie, bringt seine Gedanken in deutscher Sprache zu Papier, im Klang einfühlsamer Musik. Mit „1968” produzierte er jetzt seine sechste CD. In dieses Werk investierte er viel Zeit und Muße.

Bogen zur Gegenwart

Warum „1968”? Es ist nicht nur sein Geburtsjahr, er spannt mit seinen Texten in den 14 Songs den Bogen zur Gegenwart. „Heute sind wir in einer ähnlichen Situation wie vor über vier Jahrzehnten”, meint er nachdenklich.

„Viele Dinge entwickeln sich in die falsche Richtung. Die 68er Aufbruchstimmung würde uns heute gut tun.” Christoph Birken möchte nicht gleich die Revolution ausrufen. Er möchte seine Zuhörer zum Nachdenken anregen, neue Denkanstöße und Impulse geben, den Freiheitsgedanken der 68er wecken.

Viele Revolutionen werden im Kleinen angestoßen. Diese Gedanken ziehen sich in vielfältiger Weise mit vielen Facetten durch die ganze CD, die er mit Hingabe und einem Team von professionellen Musikern und Freunden im eigenen Studio produziert hat.

Die Musik der „68er” hat ihn immer fasziniert, das „Weiße Album” der Beatles steht für ihn stellvertretend auch für die musikalische Aufbruchsstimmung jener Zeit zur Songpoesie.

Dafür hing er seine Karriere als Sänger und Gitarrist der Coverband „da capo” an den Nagel. Über vier Jahre, von 2008 bis 2011, nahm er sich Zeit.

13 neue Titel und eine „Wiederentdeckung” - alle 14 Songs lassen aufhorchen, begeistern mit überraschenden Wendungen. Sämtliche Texte und die Musik stammen aus der Feder von Christoph Birken, außer das Lied „Nicht, dass ich wüsste” von Harald Claßen, das aber auch zum Jahr 1968 dazu gehört: Dinge, die man machen möchte, man dann aber trotzdem nicht verwirklicht.

Christoph Birken nahm sich die Freiheit, um seine Gedanken zu sammeln. Dabei setzte er sich nicht unter Druck, ließ sich die Zeit, die er braucht, nicht zuletzt zum „Leidwesen” seiner Frau Carmen und den beiden Kindern Constantin und Carlotta.

Dabei halfen viele gute Freunde wie Harald Claßen, Schlagzeuger Thomas Kreutz und Simon Kurtenbach. Außerdem dabei: der professionelle Trompeter Martin Schädlich aus Köln, Rolf Nacken, Patrick Biemans, Tanja Rincke, Andreas Nöthlings, Roland Janßen und Ruben Rosencrantz.
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