Siedlungsgesellschaft bewirtschaftet 700 Wohnungen

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
6811849.jpg
Der „Rückbau“ hat begonnen: Das ehemalige Hotel Mertens wird einem Neubau mit 33 Wohnungen und einer Arztpraxis weichen, den die Siedlungsgesellschaft errichten lässt. Fotos (2): Karl Stüber Foto: Karl Stüber
6816564.jpg
Geschäftsführer der Siedlungsgesellschaft: Dieter Sandlöbes. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Seit 2004 ist Dieter Sandlöbes Geschäftsführer der „Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft Alsdorf“ (GSG). Er, seine Leute und deren Vorgänger haben bewegte Zeiten erlebt. Seit 1928 versorgt das Unternehmen die Alsdorfer Bevölkerung „mit gutem, sicherem und preiswertem Wohnraum“, so Sandlöbes.

Fast 700 Mietwohnungen sind übers Stadtgebiet verteilt, die meisten befinden sich in Schaufenberg und Alsdorf-Mitte. Die Palette reicht vom teilmöblierten Appartement bis zur geräumigen Vier-Zimmer-Wohnung – zwischen 20 und 94 Quadratmeter groß.

Waren die meisten Wohnungen früher preisgebunden, können die Wohneinheiten mittlerweile jedem Interessierten angeboten werden, so der Geschäftsführer. Dabei hat die GSG über die Jahre kräftig investiert. Alle Wohnungen verfügen über Etagen- und Zentralheizung sowie Badezimmer.

600.000 Euro für Erhalt

„Wir können auch altersgerechte Wohnungen im Stadtzentrum mit Aufzug und barrierefreien Bädern anbieten“, sagt Sandlöbes. Bald werden 33 Wohnungen in einem Neubauprojekt am Bahnhofsplatz hinzukommen, das auch eine große Arztpraxis beinhalten wird. Ein Investitionsvolumen in Höhe von sechs Millionen Euro. Im Frühjahr 2015 soll der Komplex bezugsfertig sein.

Ungeachtet dieses Vorzeigeprojektes spielt die GSG eine wichtige Rolle im Bereich der weniger gut Gestellten. Sandlöbes formuliert es so: „Wir scheuen uns nicht, auch für Mieter Wohnraum bereitzustellen, die aufgrund aktueller Widrigkeiten anderswo häufig abgewiesen werden.“

Bewahren und Modernisieren kostet Geld. Rund 600.000 Euro jährliche wendet die Gesellschaft für ihren Immobilienbestand auf. „Diese Mittel fließen fast ausschließlich in mittelständische Handwerksbetriebe in Alsdorf und Umgebung“, hebt Sandlöbes den Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft hervor. „Als Investitionspartner der Kommune“, so der Geschäftsführer, „haben wir in den letzten Jahren durch den Bau von zwei Kindertagesstätten zur Betreuung von unter Dreijährigen mit dafür gesorgt, dass auch die kleinsten Bürger unserer Stadt gut untergebracht sind.“

Betreut werden die drei großen Familienzentren Alsdorf-Mitte, Pestalozzistraße in Blumenrath und Biberburg in Hoengen. „Auch die Volkshochschule hat in einem unserer Gebäude 2010 (am Übacher Weg, d. Red.) ein neues Zuhause gefunden.“

Personal deutlich reduziert

Und Sandlöbes hat noch mehr zu bieten: „Ein Gewerbepark mit über 5500 Quadratmeter Nutzfläche sowie einige gewerbliche Mieteinheiten runden unser Portfolio ab.“ Gemeint ist der im Jahre 2010 gekaufte Industrie- und Gewerbepark Alsdorf GmbH. Zu den weiteren „Verdiensten“ der GSG um die Stadtentwicklung gehören laut Sandlöbes der Erwerb von Grundstücksflächen und das Sorgen für neue Nutzungen dort. So seien das Baugebiet Franchsfeld in Hoengen oder der ehemalige Bauhof Am Kreuzberg erschlossen und an Bauwillige verkauft worden.

Die Gesellschaft, die zu 76 Prozent der Stadt Alsdorf und zu 24 Prozent der Aachener Bank gehört, hat zuletzt „Konkurrenz“ bekommen: die GSG Grund- und Stadtentwicklung (GSG GS) unter Führung des ehemaligen Stadtkämmerers Günter Jansen, die mit Blick auf den Bau des Kultur- und Bildungszentrums (Kubiz) auf dem Annagelände in Absprache mit dem Fördergeldgeber Land NRW gegründet wurde und die zudem eine Reihe weiterer Aufgaben auf Betreiben der Kommune übernommen hat.

Das ließ die „Ur-Mutter“ GSG schrumpfen, die in Hochzeiten rund 30 Personen beschäftigte, darunter mehrere Architekten. Sandlöbes spricht von „erheblichen personellen Umwälzungen“. Neben dem Geschäftsführer gibt es im kaufmännischen Bereich der Gesellschaft, die an der Annastraße ihre Zentrale hat, nun noch 3,5 Stellen im kaufmännischen Bereich, vier Vollzeit-Hausmeister sowie diverse Nebenberufler.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert