Würselen - Seniorenpark „Carpe Diem”: Treffpunkt für Generationen

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Seniorenpark „Carpe Diem”: Treffpunkt für Generationen

Von: ehg
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Nach nur 14 Monaten fertiggest
Nach nur 14 Monaten fertiggestellt: Der Seniorenpark „Carpe Diem” wurde in beachtlichem Tempo realisiert. Der Bau in direkter Nachbarschaft zum Kalkhalden- und Recker-Park kostete rund 13 Millionen Euro. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Die ersten Bewohner waren bereits am 1. April in den Carpe-Diem-Seniorenpark eingezogen. Die offizielle Einweihung der neuen Einrichtung für Betreuung und Pflege im Alter erfolgte am Freitagmorgen.

In Würselen besteht der Seniorenpark „Carpe Diem” aus einem stationären Angebot (inklusive eingestreuter Kurzzeitpflege) mit 90 Pflegeplätzen (Einzelzimmer) in neun Wohngruppen, einem ambulanten Pflegedienst, 47 betreuten Wohnungen, eigener Küche, Wäscherei, Freizeit-, Therapie- und Gymnastikräumen sowie dem Café „Vier Jahreszeiten”. Geschäftsführer Jan C. Schreiter: „Alle Einrichtungen sind offene Häuser.”

„Carpe Diem” in Würselen wolle wie an den 14 übrigen Standorten eine Stätte der Begegnung sein. Deshalb werde die Einrichtung Kooperationen mit Vereinen, Schulen und Kindergärten anstreben. Dass gemeinsam Aktivitäten über Besuche zu Weihnachten hinaus entwickelt werden, schwebt Schreiter vor: „Wir wollen den Austausch zwischen den Generationen fördern.”

80 neue Arbeitsplätze

Soziale Beziehungen sollen im stationären Bereich über das Wohngruppen-Prinzip geschaffen werden, das „Carpe Diem” schon 1998 gegen Widerstände durchgesetzt habe und das heute Standard sei. „Die Bewohner sollen ihre Eigenständigkeit behalten können, so weit es mit fortschreitendem Alter möglich ist.” Nach der Maxime: „So viel Selbstständigkeit wie möglich, bei so viel Betreuung und Pflege wie nötig.” Bewohner aus der stationären Pflege wieder in das betreute Wohnen zurückführen zu können, darauf lege die Einrichtung - so Schreiter - großen Wert.

Die Stadt Würselen, bei der sich der Geschäftsführer für die gute Zusammenarbeit bei der Realisierung des Projektes bedankte, dürfe sich über 80 neue Arbeitsplätze in Vollzeit freuen. Es werden nicht nur Pflegekräfte gesucht, sondern auch in den Bereichen Verwaltung, Hauswirtschaft und Küche neue Jobs angeboten und Ausbildungsplätze geschaffen.

430 Fenster und 625 Türen

Als Vertreter des Bauherrn, der Soleo GmbH Kaarst, ließ Geschäftsführer Ralf Weinholt für die Dimension des neuen, am Dreiecksplatz an der Elchenrather Straße/Kesselsgracht gelegenen Carpe-Diem-Seniorenparks Zahlen sprechen. Investiert wurden insgesamt 17 Millionen Euro, reine Baukosten 13 Millionen Euro. Eingebaut wurden in den viergeschossigen Gebäuden, die den Dreiecksplatz nach Norden einfassen, 430 Fenster und 625 Türen.

Geklebt wurden 28.000 Quadratmeter Tapete. 2400 Kubikmeter Beton und 230 Tonnen Stahl wurden verbaut. 2000 Quadratmeter Wärmedämmung wurden verklebt, 45 Kilometer Kabel verlegt und 8000 Meter Heizungs- und Wasserrohre installiert. Dank und Anerkennung sprach Weinholt den Handwerkern aus, dass sie - unfallfrei - das „zukunftsweisende Projekt altersgerechter Betreuung und Pflege” in den letzten 14 Monaten hatten Realität werden lassen.

„Wenn das Konzept umgesetzt wird, dann wird hier das Miteinander der Generationen gelebt”, brachte Bürgermeister Arno Nelles seine Freude darüber zum Ausdruck, dass „Carpe Diem” sich an der Achse Recker-Park und geplantem Singer-Park mit Blick auf die Kalkhalden niedergelassen habe. Er sei überzeugt, dass sich ein lebendiges Zentrum am Rande der Innenstadt entwickeln werde, wenn der Dreiecksplatz schon bald eine höhere Aufenthaltsqualität erhalten werde. Den Bewohnern wünschte er an ihrem neuen Wohnort alles Gute. Umrahmt wurde der Festakt von Sana Ali Pasha (9 Jahre, Geige), Judith Schaible (Oboe) und Verena Foitzik (Kontrabass). Anschließend stand die Einrichtungen für Besucher offen.

An 15 Standorten

Insgesamt verfügt die Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtungen mbH, ein 1998 gegründetes Familienunternehmen mit Sitz in Wermelskirchen, über 15 Seniorenparks. Sie zählt an den 15 Standorten somit über 1373 stationären Pflegeplätze, 500 Betreute Wohnungen, ambulante Hausgemeinschaften, Tagespflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste und Café-Restaurants.
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