Schulinitiative: Vom Einblick ins Berufsleben profitieren

Von: Svenja Pesch
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Erfolgreiche Gymnasiasten: Heinz Gehlen (rechts) von der IHK gratuliert Hildegard Irnich vom Heilig-Geist-Gymnasium Würselen (3. von rechts). Foto: Andreas Herrmann

Aachen/Würselen. Auf die Arbeitswelt sind sie nun bestens vorbereitet, die Schüler der Hugo-Junkers-Realschule in Aachen und des Heilig-Geist-Gymnasiums in Würselen. Im vergangenen Jahr haben sie im Rahmen der „Kurs“-Initiative (Kooperation Unternehmen der Region und Schulen) einen Einblick in die Arbeitswelt ihrer jeweiligen Partnerunternehmen bekommen.

Zentrale Aufgabe von „Kurs“ ist die Zusammenführung von Unternehmen und benachbarten Schulen in Form von Lernpartnerschaften. An dem Jahresprojekt, das unter dem Motto „Arbeit im Wandel“ steht, haben zahlreiche Schüler aus der ganzen Städteregion teilgenommen. Das Heilig-Geist-Gymnasium und die Hugo-Junkers- Schule wurden für ihr besonderes Engagement von der Industrie und Handelskammer ausgezeichnet.

Deren Geschäftsführer Heinz Gehlen betonte, wie wichtig es ist, Arbeit im Hinblick auf den demografischen Wandel kennen zu lernen: „Die Arbeitnehmer werden immer älter und darauf müssen die verschiedenen Unternehmen eingestellt sein. Ein weiterer Punkt ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die ebenfalls gewährleistet sein muss.“ Ferner betont Gehlen, dass ein Einblick in die Berufswelt für die eigene Zukunft richtungsweisend sein kann und Orientierung gib.

Die Neunt- und Zehntklässler der Hugo-Junkers-Realschule schnupperten Arbeitsluft bei Zentis und Kaufland, während die Schüler des Heilig-Geist-Gymnasiums mit Lancom Systems in Würselen zusammenarbeiteten. In der Praxis haben die Schüler viele nützliche Erfahrungen sammeln können, wie die 16-jährige Christina erzählt: „Ich habe Zentis genauer kennengelernt. Anfangs habe ich erst einmal einen Einblick in die verschiedenen Abteilungen bekommen, vom Lager bis hin zu den Managerbüros. Was ich natürlich toll fand war, dass es auch Betreuungsmöglichkeiten gibt.

Ein Kinderwunsch bedeutet nicht automatisch, dass man keine Chance mehr hat, nach der Babypause wieder einzusteigen. Im Gegenteil: Das Unternehmen bietet auch Unterstützung und Möglichkeiten, Kind und Karriere zu vereinbaren.“ Doch nicht nur die potenziellen neuen Arbeitnehmer profitieren von den Unternehmen, diese hoffen im Gegenzug, durch ihr breites und interessantes Angebot neue Mitarbeiter gewinnen zu können. Denn auch das gehört zum demografischen Wandel-Fachkräftemangel. Geeignete und motivierte Auszubildende seien nicht mehr so einfach zu finden, weshalb die verschiedenen Firmen durch solche Projekte das Interesse wecken möchten.

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