Schüler stellen im KuKuK aus: Integration im Fokus der Kunst

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
Kunst aus der Gesamtschule: Le
Kunst aus der Gesamtschule: Lehrerin Hilke Buck freut sich, dass Laura Zwerina, Melisa Hurembegovic (v.l.) und 18 andere Schüler ihre Werke im Aachener KuKuK ausstellen. Foto: Daniel Gerhards

Alsdorf. Der Vergleich mit der berühmten Fettecke ist wohl etwas hochgegriffen. Doch Ähnliches trug sich in der Gustav-Heinemann-Gesamtschule zu. Ein Kunstwerk, das die Schüler eigentlich für eine Ausstellung gemacht haben, landete einfach im Müll.

Der Grund war wohl, dass es ganz wie die Beussche Butter vom Betrachter nicht gleich als Kunstwerk erkannt wurde. Schade, aber sei es drum. Schließlich haben die Schüler der Jahrgangsstufe Elf in ihrem Kunstkurs noch viele weitere Werke geschaffen.

Dabei drehen sich die Arbeiten um den Leitgedanken „Integration”. Die Stücke werden von Sonntag, 26. August, bis Sonntag, 9. September, im Aachener KuKuK (Kunst und Kultur im Köpfchen) ausgestellt. Entstanden sind Formen und Konturen von Menschen unterschiedlicher Herkunft, die sich begegnen.

Zunächst machten die Schüler in einer Projektwoche Fotos solcher Situationen. Dabei sei es darum gegangen, den Alltag mit offenen Augen wahrzunehmen. Danach wurden das Abgelichtete „zeichnerisch umgesetzt”, erklärt Kunstlehrerin Hilke Buck.

Später formten die Schüler die Umrisse und Konturen aus „witterungsfesten Materialien” - also Draht, Kunststoff oder Holz. „Die Figuren werden in den Konturen lebendig”, sagt Buck. „Es geht um Bezüge zwischen Menschen, man erkennt sofort worum es geht.”

Laura Zwerina ist die künstlerische Arbeit zu Beginn nicht leicht gefallen. „Wir haben dann irgendwann ein Bild gesehen, dass wir schön fanden und es übernommen”, sagt die 17-Jährige. Es stellt dar, wie jemand im Frisörstuhl sitzt und die Haare geschnitten bekommt. „Wir haben die Gesichtskonturen in Draht dargestellt”, sagt Laura Zwerina. „Das ist eine sehr innige Szene”, sagt Buck.

Charlotte Busch hat ihre Skulptur - zwei Menschen, die mit den Armen ein großes Herz formen - zum Teil aus Drahtkleiderbügeln gemacht. „Das war ziemlich kompliziert, die in die richtige Form zu bekommen”, sagt die 17-Jährige.

Zudem setzte ein Wellplastikdach ein, dass sie mit den Umrissen einer Person besprühte. Melisa Hurembegovic schützte ihre Pappfigur indem sie das Werk mit Frischhaltefolie umwickelte. Mit den Arbeiten an die Öffentlichkeit zu gehen, ist ein wichtiger Bestandteil des Projekts. „Die Schüler sollen sich auch im öffentlichen Raum präsentieren”, sagt Buck.

Und das ist für viele Neuland: „Es ist ungewohnt, dass die Dinge gezeigt werden. Aber das ist wirklich eine sehr schöne Sache”, sagt Laura Zwerina. So ist die Vorfreude auf die Vernissage im KuKuK am Grenzübergang Köpfchen am morgigen Sonntag, 11 Uhr, schon sehr groß.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert