Radarfallen Blitzen Freisteller

Schüler formulieren klare Forderung: „Keine Vorurteile!”

Von: Rebecca Kiljan
Letzte Aktualisierung:
Kaum sitzt die Familie zusamme
Kaum sitzt die Familie zusammen, schon gibts Streit: Alltagsszenen wie diese haben die Kohlscheider Realschüler aufgegriffen. Foto: R. Kiljan

Herzogenrath. Mit den Worten „Keine Vorurteile! ? Wir haben uns doch alle lieb”, wollen die Schülerinnen und Schüler der städtischen Realschule Kohlscheid ein Zeichen setzen. Im Rahmen einer Projektwoche haben die Mädchen und Jungen der fünften bis siebten Klasse vier kleine Theaterstücke entwickelt und stellten diese als Ergebnis vor.

Viele Besucher sind in der Aula der Schule zusammengekommen, um die schauspielerische Leistung ihrer Kinder und Freunde zu betrachten. Die Schulleiterin Reinhild Behr-Bennemann begrüßte das Publikum herzlich. Und Schülersprecher Sebastian Erdogan verkündete: „Es gibt Interessantes zu sehen.” Die Themen der Theaterstücke waren breit gefächert, von „Fußball: Deutschland gegen Portugal” und „Vorurteile” über „Mobbing” bis „Familienstreit”.

Ein großes Bühnenbild war nicht zu bestaunen, denn das Hauptaugenmerk der Szenen lag auf den Dialogen und den Botschaften, die die Akteure vermitteln wollten. Es wurden allgegenwärtige Situationen dargestellt, etwa heiße Diskussionen um angeblich schlechte Schiedsrichter, die Grund für ein verlorenes Fußballspiel seien. Oder Vorurteile gegen neue Nachbarn und Klassenkameraden, die man aber eigentlich gar nicht kennt.

Außerdem inszenierten die Schüler das wachsende Problem des Cyber-Mobbings in sozialen Netzwerken, das für Betroffene massive Auswirkungen im realen Leben hat. In einer weiteren kurzen Sequenz wurde ein Familienstreit mit seinen üblichen Automatismen dargestellt, wie sie wohl jeder kennt.

Kreativ umgesetzt

Die Dialoge wurden allesamt von den Schülern selbst geschrieben. Was sich bei allen Stücken herauskristallisiert, sind Botschaften: etwa, dass Freundschaft und Liebe weitaus wichtiger sind als Streit, langatmige Diskussionen oder Unterdrückung.

Es war schön zu sehen, dass auch Schulkinder ihre eigenen moralischen Vorstellungen auf kreative Weise umsetzen und damit ein breiteres Publikum erreichen können.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert