Satte Senkung bei der Müllgebühr

Von: mabie
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Synergieeffekte: Gute Wirtschaftlichkeit wurde der Regio-Entsorgung attestiert. Foto: stock/Chromorange

Herzogenrath. In Zeiten knapper Kassen und fehlender Einnahmen sind Momente, in denen Entscheider den Bürgern eine Gebührensenkung mitteilen können, dünn gesät. Umso stolzer waren alle Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, dass bei der Gebührenkalkulation für Abfälle im kommenden Jahr eine stattliche Verringerung der Gebühren um etwa 12,3 Prozent verkündet werden konnte.

„Aber das gilt nur für das kommende Jahr“, schränkte Bürgermeister Christoph von den Driesch nur einen Atemzug später ein. Grund für die Senkung sind die sogenannten „Überdeckungen“ aus den Vorjahren, die nichts anderes bedeuten, dass seitens der zuständigen Regio-Entsorgung mehr eingenommen wurde als zur Kostendeckung nötig war. Für die Überschüsse sind im Wesentlichen zwei Jahreszahlen maßgeblich. So erhält die Stadt Herzogenrath aus dem Jahr 2013 Überschüsse durch die Regio Entsorgung in Höhe von 203.300 Euro.

Überschüsse und Rücklagen

Zum anderen kann die Stadt Herzogenrath Überschüsse aus 2011 in Höhe von 252.500 Euro mit in Ansatz bringen. „Ohne den Einsatz der erheblichen Rücklagemittel wäre für 2015 eine Senkung der Abfallgebühren nur in sehr geringen Umfang möglich“, schließt dazu die Sitzungsvorlage. In Zahlen ausgedrückt, würde sich die Gebührensenkung ohne Überschüsse in einem kaum merklichen Bereich von etwa 0,61 Prozent abspielen. Mit den Überschüssen kann nun aber eine Senkung von 12,3 Prozent erfolgen. „Wegen der sehr guten Wirtschaftlichkeit der Regio-Entsorgung bekommen wir einen größeren Betrag zurück und geben es weiter“, war von den Driesch froh.

SPD-Sprecher Gerhard Neitzke freute sich, dass die mit dem Beitritt Herzogenraths beabsichtigten Synergieeffekte nun zum Tragen kämen. „2016 kehren wir allerdings wieder zurück zum Status Quo“, betonte Neitzke, „das bedeutet, der Stand 2014 muss als Messlatte für die Gebührenkalkulation dienen.“ Dass die Entscheidung zugunsten der Regio-Entsorgung richtig war, unterstrich auch CDU-Vertreter Reimund Billmann. „Wir haben so Kostenersparnisse für die Bürger herausgeholt, müssen den Bürgern allerdings auch deutlich mitteilen, wie es sich verhält, und dass die Gebühren nur einmalig gesenkt werden können.“

Und weil eine Gebührenkalkulation immer auch nur die voraussichtlichen Kosten, die durch die Nutzung der Abfallentsorgungsleistungen entstehen, berücksichtigen kann, sind die Gebühren für 2016 natürlich jetzt noch nicht vorhersehbar. Dennoch freuten sich alle Ausschussmitglieder über das kleine Weihnachtsgeschenk an alle Haushalte, das über das ganze Jahr für Freude sorgen könnte.

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