Herzogenrath - Sanierungsfall: Bad an der Bergerstraße

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Sanierungsfall: Bad an der Bergerstraße

Von: Axel Amelung
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Das Hallenbad in der Herzogenrather Bergerstraße bleibt aktuell geschlossen, allerdings nicht wegen des rieselnden Rieselschutzes für die Dämmung, sondern wegen Arbeiten an der Notbeleuchtung und der Wassertechnik. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Gleich bei der ersten Bürgerfragestunde in der neuen Wahlperiode des Rates in Roda sickerte ein Problem durch, dass Bürgermeister Christoph von den Driesch gar nicht gefiel. Es rieselt innen vom Dach des Hallenbades an der Bergerstraße herunter, wie der Vorsitzende des Herzogenrather Schwimmvereins (HSV), Axel Amelung anmerkte.

„Die Deckensanierung muss durchgeführt werden, da die ursprünglich zur Dämmung verbaute Glaswolle sich auflöst und zu Boden rieselt“, stellte Amelung fest. Nach einem informellen Gespräch mit der Stadtverwaltung sei davon auszugehen, „dass dies krebserregend ist“, wie der erste HSV-Schwimmer sagte. Mit Blick auf die Verantwortung für Schwimmer aller Altersklassen fragte Amelung, ob es nicht sinnvoll sei, die nach seinen Worten ohnehin notwendige Dachsanierung „so bald wie möglich durchzuführen.“

Diese Frage traf den Verwaltungschef offenbar unvorbereitet. „Mir ist nicht bekannt, dass krebserregende Stoffe freigesetzt werden“, machte er deutlich. Ein Blick von ihm aus gesehen nach rechts zur Ersten Beigeordneten Birgit Froese-Kindermann erbrachte nur die Antwort, dass die offensichtlich notwendige Sanierung „aus haushaltsrechtlichen Gründen noch nicht gestartet“ sei. Mit anderen Worten müssten erst die notwendigen Mittel in den Haushalt eingestellt werden.

Ein Blick nach links brachte nicht nur für den Ersten Bürger mehr Licht ins Dunkel. Denn der dort sitzende Technische Beigeordnete Ragnar Migenda bestätigte, dass in beiden Hallenbädern der Stadt eine Sanierung des Daches schon seit längerem geplant sei. „Die Dämmstoffe, die in diesem Bereich eingesetzt werden, genügen heutigen Anforderungen nicht mehr“, so Migenda weiter. Eine Sanierung sei im Moment nicht möglich, weil es sich um freiwillige Ausgaben handele, für die die Stadt in der aktuellen Haushaltslage kein Mandat habe. Zudem, so beruhigte Migenda, handele es sich bei dem in der Tat nach unten rieselnden Material nicht um den Dämmstoff selbst, sondern um Material, dass genau dieses Rieseln verhindern soll. „Derzeit gelangt kein Dämmstoff nach außen, da der Rieselschutz intakt ist und das Material ruht“, schloss der Beigeordnete. Außerdem sei es erklärter Wille der Stadt, nach Möglichkeit ein Bad für den Betrieb offenzuhalten. Werde die Sanierung, die gegen Jahresende beginnen soll, allerdings angegangen, so müsse das ganze Schutzprogramm mit Sperrung des Bades und Schutzanzügen für die betroffenen Handwerker durchgezogen werden. „Wenn es auch nur ansatzweise Zweifel gibt, dass das Material krebserregend ist, dann würde ich das Bad sofort schließen“, betonte Christoph von den Driesch. Aktuell ist das Bad an der Bergerstraße übrigens geschlossen, weil die Notbeleuchtung repariert wird und auch die Wassertechnik überarbeitet wird.

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