Herzogenrath - „Rund ums Pferd” gibt es 2011 nur in abgespeckter Form

„Rund ums Pferd” gibt es 2011 nur in abgespeckter Form

Von: Beatrix Oprée
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Klare Sicht- und Wegeverbindun
Klare Sicht- und Wegeverbindungen: Reduziertes Grün rückt auch das Pferdedenkmal der Künstlerin Gwendolyn Lieselotte Blume wieder ins rechte Licht. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Es ist nicht aus dem Terminkalender verschwunden, wird aber eigentlich nicht stattfinden, jedenfalls nicht in seiner bisherigen Form: das Volksfest „Rund ums Pferd”.

Eine zentrale Veranstaltung auf dem August-Schmidt-Platz wird es nicht geben, erläutert Robert Meyer, Vorsitzender des Gewerbevereins Merkstein. Der Grund ist schnell zusammengefasst: das schwindende Interesse in der Bevölkerung.

„Beim Frühlingsfest hat es sich herauskristallisiert: Die Bürger nehmen das Angebotene nicht mehr so richtig an. Nicht in der bisherigen Form. Das hat uns ordentliche finanzielle Verluste beschert”, sagt der selbstständige Systementwickler, der seit Anfang des Jahres den Vorsitz des Zusammenschlusses der Merksteiner Unternehmer innehat.

Das Fazit nach dem ernüchternden Kassensturz: „Wir müssen etwas Neues versuchen.” Einen größeren Event soll es 2012 geben, wenn man so will das traditionelle Fest in neuem Gewand. Unabhängig vom Wetter und mit einem richtigen „Zugpferd”, einer bekannten Musikgruppe etwa. Doch dazu muss erst der finanzielle Grundstock angespart werden. Ein nur schwach besuchtes Volksfest 2011 würde die Kasse hingegen nur noch weiter belasten.

Verkaufsoffener Sonntag

Nichtsdestotrotz ist „Rund ums Pferd 2011” nicht von der Homepage des Gewerbevereins verschwunden. Denn der genehmigte verkaufsoffene Sonntag bleibt bestehen, die Geschäfte werden also auch am 25. September, 13 bis 18 Uhr, öffnen. „Die Geschäftsleute werden in und an ihren Läden zudem mit besonderen Attraktionen aufwarten”, sagt Meyer.

Bleibt die Frage: Warum überhaupt noch besondere Events, wenn der Bürger sich immer zurückhaltender zeigt? „Das wollen wir auch herausfinden”, sagt der Gewerbevereins-Vorsitzende. Zusammen mit dem Stadtmarketing ist daher eine Analyse der Vorstellungen und Wünsche sowohl bei den Geschäftsleuten als auch der Kundschaft respektive Merksteiner Bevölkerung geplant. Per Flyer nach der Sommerpause.

Neuen Weg suchen

Denn das Feld verloren geben möchte der neue Vorstand des Gewerbevereins keineswegs. „In anderen Kommunen gelingen Feste ja auch”, sagt Meyer und wünscht sich auch ein wenig mehr Zuspruch innerhalb des eigenen Zusammenschlusses: „Das Engagement innerhalb des Vereins lässt etwas zu wünschen übrig”, sagt er vorsichtig. „Vielleicht aufgrund einer gewissen Hoffnungslosigkeit?”, zeigt er auch Verständnis. Der Gewerbeverein mit seinen rund 50 Mitgliedern ist in der „Selbstfindungsphase”: „Wir müssen einen Weg suchen.”
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