Rund um den Schrottplatz wird nicht nur die Optik aufpoliert

Von: mas
Letzte Aktualisierung:
Schwer im Einsatz: Auf dem wei
Schwer im Einsatz: Auf dem weitläufigen Gelände der Firma Plum wurden bereits Schrottberge nahe der Bahnlinie abgetragen. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Ein paar „Spitzen” ausgeklammert, wurde sachlich diskutiert. Gravierende Bedenken oder unüberwindbare Hürden der Bürger gegen den Bebauungsplan 332/Am Güterbahnhof mussten Alsdorfs Stadtvertreter anlässlich der Bürgerbeteiligung nicht notieren.

Im kleinen Sitzungssaal des Rathauses stellte Planer Klaus Winterberg, dessen Büro 3D von der Stadt mit der Planung beauftragt worden war, das Gebiet vor, wie es künftig aussehen könnte. Die 3,9 Hektar große Fläche, die derzeit von einem Schrotthandel-Betrieb belegt ist, befindet sich im Dreieck zwischen Prämienstraße (Süden), Bergehalde Anna 2 und der nördlich gelegenen Euregiobahn-Haltestelle „Annapark”.

Im Beisein von Peter Hermanns (Vertretung für die Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero), Stadtplanerin Renate Schaal und weiteren Mitarbeitern der Stadt erläuterte Architekt Winterberg: „Das Gebiet wird eine deutliche Verbesserung mit sich bringen - im Verhältnis für das, was momentan vorhanden ist.” Die Planungen sehen vor, das mit großen offenen und unversiegelten Flächen versehene Gebiet in seiner künftigen Nutzungsart zu dritteln.

Winterberg räumte ein, dass „derzeit dort sehr lärmintensive Nutzungen” zu registrieren seien. Der Schrottplatzbetreiber hat eine befristete Genehmigung bis 2014. Eine weitere Genehmigung über diesen Zeitpunkt hinaus werde, so erklärte der Architekt, „nur nach Ertüchtigung des Betriebsstandortes möglich sein”. Zudem sehen die Planungen vor, „auch andere Gewerbebetriebe, bei denen man erhebliche Belästigungen ausschließen kann, anzusiedeln”.

In einem ersten Bauabschnitt würden neue Lagerhallen, teils bis zu 20 Meter hoch, errichtet. Später sollen das (inzwischen baufällige) Betriebsgebäude abgerissen und zusätzliche Schallschutzmaßnahmen installiert werden. Die Flächen im nördlichen Bereich sind zur gewerblichen Nutzung vorgesehen.

Ein Sichtschutz in Form einer Begrünung wird um das gesamte Gelände angelegt. Die Ansiedlung von Einzelhandel oder Vergnügungsstätten ist fürs ganze Gebiet ausgeschlossen. Die Lärmschutzwerte, auch mit Bezug zur angrenzenden Wohnbebauung Prämienstraße, werden eingehalten, versicherte der Planer.

Die Fragen der Anwohner rankten sich in erster Linie um die künftige Anlage der Zufahrten und der Sorge, „wird das Feld zwischen dem Gebiet und der Prämienstraße auch bebaut?” Das schloss Renate Schaal zunächst aus. Auch äußerte eine Anwohnerin Sorge, „es riecht oft nach verbranntem Gummi, und das auch am Wochenende”.

Renate Schaal versprach, darüber mit dem Betreiber zu reden. Stadtentwicklungs-Ausschussvorsitzender Heinrich Plum, der an der Veranstaltung teilnahm, betonte nochmals ausdrücklich, „die Situation wird sich auf keinen Fall verschlechtern, sie wird sich verbessern”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert