Rumänien braucht weiter dringend Hilfe

Von: fs
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Äußerst aktiv: Die Vorsitzende Käthe Schwartz engagiert sich seit 20 Jahren für die Rumänienhilfe Herzogenrath. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. „Wir müssen unsere Arbeit in Arad in Rumänien unbedingt fortsetzten”, sagt Vorsitzende Käthe Schwartz. Seit 20 Jahren ist sie in der Rumänienhilfe engagiert, und seit 13 Jahren den Vorsitz des Vereins übernommen hat. Zur Jahreshauptversammlung hatten sich die Mitglieder der Rumänienhilfe in der Unterkunft an der Albert-Schweitzer-Straße eingefunden.

Geschäftsführer Gerd Schwartz gab ausführlich Bericht über die Arbeit des Jahres 2009. Vier Hilfstransporte fanden statt. Der erste Transport ging im März 2009 nach Arad. Zur Ladung gehörten Spielzeug, Schultaschen, Schreibmaschinen, Möbel, Rollstühle, zehn Säcke mit Plüschtieren und 750 Kartons Bekleidung. Renate Kubanek, Käthe Schwartz und Erwin Bittner reisten per Flugzeug nach Arad, um beim Entladen und Verteilen der Hilfsgüter vor Ort zu sein.

Sie besuchten erneut die Ärmsten in den Dörfern und sahen zu ihrer großen Zufriedenheit, dass die gelieferten Möbel in der Schule eines Dorfes für eine deutliche Verbesserung der Situation sorgten. Der Kooperationspartner, die Malteser Arad, hatte die Lebensmittelaktion gut vorbereitet. Es wurden Lebensmittelpakete an sehr bedürftige, kinderreiche Familien überreicht.

Alle drei Helfer kehrten müde und abgekämpft nach Hause zurück, aber zufrieden in dem Bewusstsein, wieder vielen in brutaler Armut lebenden Menschen ein wenig geholfen und eine Freude bereitet zu haben. Dieses Gefühl ist der einzige Lohn, den man als Mitglied unserer Hilfsorganisation bekommt. Sogar die Flugkosten muss jeder zum Teil selbst tragen, sagte Gerd Schwartz.

Eine Reihe von Sonderaktionen war erforderlich, um die Jahresarbeit und die genannten Hilfstransporte zu ermöglichen. Zur wöchentlichen Arbeit des Sortierens, Packens und Lagerns der Spendengüter mussten zusätzlich viele Arbeitsstunden geleistet werden.

In den Räumen der Unterkunft mussten in Eigenleistung durch Erwin Bittner, Reiner Kubanek, Fritz Esser, Herbert Aretz und Gerd Schwartz Reparaturarbeiten vorgenommen werden. Neue Wege waren zu finden, um die Arbeit zu finanzieren. Die Resonanz war sehr erfreulich. 17 neue Mitglieder wurden geworben.

Käthe Schwartz wies in ihrem Jahresbericht darauf hin, dass bei den einfachen Menschen auf der Straße sehr wenig, eher nichts, an Vorteilen aus der Aufnahme Rumäniens in die EU angekommen ist. Der Wunsch auf Verbesserung der Lebenssituation ist ins Leere gegangen, jegliche Hoffnung ist verloren, sagte sie.

Diese Erkenntnis heißt für die Rumänienhilfe: „Wir müssen und werden unsere Hilfstätigkeit auch in 2010 fortsetzen. Dabei sind wir aber auf die Hilfe vieler angewiesen.” Es gilt daher weiter der Aufruf: „Vertrauen und unterstützen sie uns weiter! Nur mit Ihren Sach- und Geldspenden können wir in Rumänien helfen!”, hob Käthe Schwartz hervor.

Der nächste Transport ist für Mitte Mai bis Anfang Juni geplant. Die erste Annahme für weitere Sachspenden ist Dienstag, 20. April, von 14 bis 16.30 Uhr, Unterkunft Schulhof Albert Schweitzer-Straße, Pavillonklassen im Stadtteil Merkstein. Geldspenden bitte auf das Konto von Rumänienhilfe Herzogenrath e.V., Konto-Nummer 9100546, BLZ: 39050000 Sparkasse Aachen.

Mit dem bewährten Team geht es weiter: 1. Vorsitzende Käthe Schwartz, 2. Vorsitzende Renate Kubanek, Geschäftsführer Gerd Schwartz, Schatzmeister Inge Grouls, Beisitzer Herbert Aretz, Erwin Bittner und Reiner Kubanek, Kassenprüfer Günter Hermsen, Wolfgang Rüland und Hubertine Brandt.
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