Robert-Koch-Institut untersucht Würselener auf Herz und Nieren

Von: gp
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Test: Bei den Teilnehmern ab 65 Jahren wird auch die Greifkraft mit einem speziellen Gerät gemessen.

Würselen. Wie gesund sind die Erwachsenen in Würselen? Der Frage geht das renommierte Robert-Koch-Institut (RKI) in Kürze an Ort und Stelle nach. Die Untersuchungen sind Teil der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland” (DEGS).

In der kommenden Woche gehen die Einladungen dazu heraus. Die Teilnehmer wurden über ein statistisches Zufallsverfahren ausgewählt. Wo das RKI-Team vom 13. bis 17. April ihr Studienzentrum einrichten wird, steht indes noch nicht fest. Derzeit bemüht sich ein RKI-Mitarbeiter um das Anmieten von Räumen.

Jeder Studienteilnehmer „vertritt” etwa 830 Erwachsene aus Würselen. Deutschlandweit werden 7500 18- bis 80-Jährige befragt und untersucht. Neben dem Gesundheitszustand der Bevölkerung interessieren sich die Wissenschaftler dafür, in welchem Maße Angebote zur Vorsorge und Früherkennung sowie der medizinischen Versorgung angenommen werden. Ein Schwerpunkt ist die Gesundheit der älteren Bevölkerung.

„Die Studiendaten werden anonymisiert und ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken ausgewertet”, betont Dr. Anke Christine Saß vom RKI. Es erfolge keine Weitergabe an die Krankenkassen. „Da wir wissen, wie schwierig es ist, Teilnehmer für die Studie zu gewinnen, die mitten im Familienleben stehen, haben wir uns darauf eingerichtet. Die Studienteilnehmer können gern Kinder ins Zentrum mitbringen, an der Betreuung soll es nicht scheitern, oder auch mit einer Begleitperson dorthin kommen”, betont Dr. Saß.

Für Berufstätige gibt es Termine in den frühen Abendstunden und am Samstag. Das Mitmachen wird mit einer Aufwandsentschädigung von 30 Euro belohnt. Besondere Motivation zur Teilnahme sind aber neben dem Überblick über den Gesundheitszustand die umfangreichen Labordaten, die erhoben werden. Die Laborwerte geben zum Beispiel Auskunft über die Närstoffversorgung und allergische Sensibilisierungen sowie über Risikofaktoren für Herz-/Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen.

Einige Befunde werden den Teilnehmern bereits am Ende des Untersuchungstermins mitgeteilt, andere folgen nach sorgfältiger Analyse etwa sechs Wochen später mit einer Erläuterung für Teilnehmer und Hausarzt.
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