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Rettungsaktion für Orgel wird zu regelrechter Bürgerinitiative

Von: Christoph Hahn
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Begeisteren ihre Zuhörer beim
Begeisteren ihre Zuhörer beim Benefizkonzert in der Herzogenrather Kirche St. Gertrud: Werke aus dem Bereich der orthodixen Sakralmusik tragen die Mitglieder des Männerchores „Fortissimo Euregio” unter Leitung ihres Dirigenten Ludwig Pitz vor. Foto: Christoph Hahn

Herzogenrath. Sie wächst sich zu einer regelrechten Bürgerinitiative aus: Die Rettungsaktion für die Orgel der Marienkirche bewegt die Herzogenrather. Ein wichtiges Indiz für die von Kantor Herbert Nell und Pfarrer Dr. Guido Rodheudt zusammen mit weiteren Mitstreitern aus den Gremien der Pfarre lancierte Aktion: der Zuspruch, den das Benefizkonzert für das majestätische Instrument fand.

Scharen von Bürgern freuten sich über die kunstreichen Darbietungen des Männerchores „Fortissimo Euregio” und des gemischten Ensembles „Kleiner Chor Breinig-Schevenhütte” - und zwar in der Mutterkirche des Pfarrverbundes, St. Gertrud in Herzogenrath-Afden.

Eingefädelt hatte dieses Konzert Kirchenvorstandsmitglied Paul-Friedel Körfer aus Niederbardenberg. Der Pädagoge betätigt sich nicht nur aktiv in seiner Gemeinde - er gehört darüber hinaus zu den Sangesfreudigen im Lande und darum auch zu den Mitgliedern von „Fortissimo Euregio”.

Dieser Chor wiederum wird von dem Chorleiter und Kunsthändler Ludwig Pitz aus Breinig dirigiert. Seinerseits wiederum gehört Pitz zu denen, die dem „Kleiner Chor” unter der Leitung von Kantor Franz Körfer Stimme und Substanz verleihen. Also war es kein Wunder, dass schon vor dem Konzert eines zum anderen kam.

Zwei Chöre mit klaren künstlerischen Ambitionen, die sich jedoch von ihrem Repertoire nichts wegnahmen: Das machte den Reiz dieses Konzertes aus. Die Herren von „Fortissimo” setzten klar auf katholische und orthodoxe Sakralmusik, einen Bereich, der von der Tradition her eher reinen Männerchören vorbehalten ist. Die liturgisch gebundenen Werke von Dimitrij Bortnjanskij (1751-1825), des lange Zeit prägenden Komponisten, verklammern eindrucksvoll klassische mit romantischen Elementen - und boten Ludwig Pitz sowie den Seinen Gelegenheit zu einer breitflächigen Klangmalerei.

Aber auch mit weltlichen Klängen wussten die „euregionalen” Männer ihre Zuhörer zu begeistern: Die Interpretation der Chorsätze von Vilko Novak und Serge Jaroff verströmten etwas vom Glanz der alten Don-Kosaken-Herrlichkeit, nicht zuletzt auch dank der Soli des Bassbaritons Marcel Neven. Die Damen und Herren des „Kleinen Chores” sowie ihre Solistin Martina Küpper (Sopran) verbuchten mit ihren „Spezialitäten” einen Erfolg eigener Art, denn Franz Körfer und sein Ensemble verstehen sich meisterlich auf Gospel, Spiritual und andere Spielarten anglo-amerikanischer Prägung. Bekannte Titel wie „Down By The Riverside” und „Swing Low, Sweet Chariot”, aber auch unbekanntere Beispiele für dieses Spektrum ihres Repertoires gelangen von den Klangfarben, der Rhythmik und anderen Akzenten her außergewöhnlich farbig.

Der Beifall der Menschen in St. Gertrud war darum den Gästen aus der Voreifel ebenso sicher wie Kantor Herbert Nell an der Orgel des Afdener Gotteshauses, der zwischen den Auftrittsblöcken der zwei Chöre über die zuvor erklungenen Stücke improvisierte.

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