Resolution für mehr Wachstum am ATC

Von: Stefan Schaum und Guido Jansen
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Das ATC läuft laut Wolfgang Spelthahn, Landrat Kreis Düren, „überplanmäßig gut“. Ein Gewerbegebiet soll das flankieren. Foto: Guido Jansen

Baesweiler/Siersdorf. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin bekommt Post aus der Region. Viele Menschen aus dem Kreis Düren und der Städteregion Aachen haben den Appell unterschrieben, endlich den Weg für ein interkommunales Gewerbegebiet an der Automobilteststrecke Aldenhoven Testing Center (ATC) in Siersdorf frei zu machen.

Bislang ist der versperrt, denn nach wie vor steht der neue Landesentwicklungsplan den Plänen im Weg, Forschungseinrichtungen und Industrie auf einer Fläche anzusiedeln, die auf der Grenze zwischen Aldenhoven und Baesweiler liegt. Dort, wo früher das alte Kraftwerk gestanden hat, sollen nach Möglichkeit bald neue Arbeitsplätze entstehen.

Nicht mehr so massiv

Der Riegel, den der Landesentwicklungsplan diesen Plänen vorschiebt, ist allerdings nicht mehr so massiv wie noch vor einigen Wochen. Damals war die Fläche als Kraftwerksvorratsfläche ausgewiesen. Das bedeutete das Aus für die Pläne, Forschung und Industrie auf dem sogenannten Campus Aldenhoven anzusiedeln. Jetzt ist eine Freifläche geplant, Ackerland also. Das bedeutet immer noch ein Nein für den Campus. „Aber wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass diese Fläche als Siedlungsfläche ausgewiesen wird“, sagt Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens.

Dessen Unterschrift trägt das auf den 21. November datierte Schreiben ebenso wie die seines Aldenhovener Amtskollegen Ralf Claßen, des Landrats Kreis Düren, Wolfgang Spelthahn, des Baesweiler Technischen Beigeordneten Peter Strauch und des ITS-Geschäftsführers Dirk Pfeifferling. Hinzu kommen zahlreiche weitere Amtsträger aus der Region.

Bereits im Januar hatte der Rat in Baesweiler eine Stellungnahme zur Neuaufstellung des Landesentwicklungsplans verabschiedet, in der neben mehr kommunalem Handlungsspielraum für künftige Wohngebiete auch das Gewerbegebiet Thema war. Dass so bald ganz sicher noch keine neuen Gebäude auf dieser Fläche stehen werden, weiß Linkens. „Uns geht es darum, jetzt überhaupt einmal eine Planungsgrundlage zu schaffen.“ Im Übrigen sei es bei den Planungen nicht das Ziel, die Teststrecke zu erweitern oder die Ansiedlung von Industrie zu ermöglichen.

„Da soll nichts entstehen, von dem eine Belastung ausgehen könnte. Wir planen ein ganz normales Gewerbegebiet“, sagt Linkens. Nach dem Vorbild des bestehenden in Beggendorf. Nun soll der Minister Beistand leisten. „Bis zu 1000 Arbeitsplätze könnten entstehen, wenn eine Gesamtentwicklung realisiert werden kann“, heißt es in dem Schreiben. „Hierbei braucht die Region Ihre Hilfe.“ Der Brief endet mit einer Einladung an Duin, sich die derzeitige Situation auf dem ATC-Gelände bei einem Besuch anzuschauen.

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