Rennen um die Quote: Alsdorf stockt U3-Plätze auf

Von: Stefan Schaum
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Zeit für Knirpse: Die Zahl der U3-Plätze ist im Familienzentrum an der Pestalozzistraße aufgestockt worden. Foto: Schaum

Alsdorf. Recht haben und Recht bekommen sind bekanntlich zwei verschiedene Dinge. Zwar haben in NRW Eltern ab August für Kinder ab vollendetem ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz – doch nicht in allen Städten dürfte der sich erfüllen lassen. Und die Aussicht, den Knirps über den Klageweg in die Betreuung zu bringen, ist gering.

So sind zum Beispiel weite Anfahrtswege zumutbar: Findet sich irgendwo innerhalb der Stadtgrenzen ein freier Platz, gilt der Anspruch als erfüllt. Auch Tagesmütter dienen zur Deckung, notfalls müsste die Kommune Mehrkosten dafür tragen, wenn sich in ihren Kitas nichts mehr findet. So weit soll es in Alsdorf nicht kommen. Jüngst sind im städtischen Familienzentrum Blumenrath an der Pestalozzistraße 20 weitere U3-Plätze eingerichtet worden.

Ein Jahr voller Arbeit

Fast auf den Tag genau ein Jahr hatte es gedauert, neuen Raum zu schaffen und den Rest des Gebäudes zu überholen. Mit 1,29 Millionen Euro hatte die Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft als Eigentümerin des Gebäudes die Arbeiten finanziert. 320 000 Euro davon hatte der Landschaftsverband übernommen. Im vergangenen August war der Neubau fertig, dann wurde die Technik in den alten Räumen des 1975 eröffneten Kindergartens überholt.

Handwerker raus, Kinder rein

390 Quadratmeter mehr stehen dem Kindergarten nun zur Verfügung. Genug für zwei Gruppen- und Nebenräume und einen langen, hellen Korridor, der den alten und neuen Trakt verbindet. Auch das Außengelände wurde ordentlich vergrößert: um gut 2500 Quadratmeter hat sich das bisherige Grundstück vergrößert.

Gleich als die Arbeiter das Gebäude verlassen hatten kamen die Knirpse rein. „Wir konnten die U3-Kinder bereits im laufenden Kindergartenjahr aufnehmen“, sagt Kita-Leiterin Marina Schmaldienst. Auch sieben weitere pädagogische Fachkräfte stehen bereits für die Betreuung parat. Zwei weitere Kolleginnen beginnen im Sommer ihre Arbeit: Eine Logopädin und eine Physiotherapeutin sollen das Team der Kita unterstützen, wenn im August fünf Plätze für Kinder mit Behinderungen eingerichtet werden.

Zuversichtlich

Zuversichtlich blickte Bürgermeister Alfred Sonders nach vorn: „Alsdorf bietet schon jetzt ein umfassendes Betreuungsangebot für alle Kinder bis zur Einschulung.“ Wie belastbar die Zahl der Plätze ist, wird sich bald zeigen. Am 15. März muss die Stadt dem Land die verbindlichen Anmeldezahlen melden.

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