Würselen - Rektorin Christa Ross in Bardenberg verabschiedet

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Rektorin Christa Ross in Bardenberg verabschiedet

Von: ehg
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Verabschiedung in Bardenberg: In einer Feierstunde überreichte Schulrat Gerd Funk Christa Ross die Entlassungsurkunde. Foto: W. Sevenich

Würselen. Über vier Jahrzehnte lang waren Kinder der Mittelpunkt des Lebens von Rektorin Christa Ross. Bei ihrem Abschied von der Schule tauschten sie die Rollen. Die Kinder platzierten sie in ihrer Mitte auf einem rot-blau überzogenen Ehrenstuhl.

Mehr noch: Sie boten zu ihrer Ehre und Freude ein unterhaltsames und herzerfrischendes Rahmenprogramm. Da wollte das Kollegium nicht abseits stehen. Mit Boomwhrakers (Kunststoffröhren, sie erzeugen Töne, wenn man sie gegeneinander oder auf jede beliebige Oberfläche schlägt) stimmte es den umgedichteten „Bruder Jakob“ auf die scheidende Leiterin der Grundschule Bardenberg an. Christa Ross dankte: „Ich bin sehr gerührt, was Ihr alles auf die Beine gestellt habt.“ Als besondere Gäste begrüßte Andrea van Hall vom Leitungsteam der Schule Bürgermeister Arno Nelles, den 1. Beigeordneten Werner Birmanns und Pfarrer Rainer Gattys von St. Sebastian sowie Schulrat Gerd Funk.

Nach dem von den Erstklässlern froh dargebotenen Begrüßungslied waltete Funk seines Amtes und verabreichte Christa Ross eine „warme Dusche“, wie er scherzhaft formulierte. Begonnen hatte ihr langes Lehrerleben mit der 1. Staatsprüfung 1971 und der zweiten 1973. Anschließend verdiente sie sich die ersten Sporen an mehreren Schulen im damaligen Kreis Heinsberg, bis sie 1975 nach „Aachen-Land“ übersiedelte, und zwar nach Alsdorf-Ofden. An die Grundschule an der Friedrichstraße in Würselen kam sie drei Jahre später und nach Bardenberg 1993. Ein Jahr später wurde sie mit der Schulleitung beauftragt.

Offiziell leitete sie die GGS An Wilhelmstein von 1998 an. „Sie haben lang und intensive in der Bildung gearbeitet“, würdigte Funk ihre vielfältigen Verdienste. Dabei habe sie viele pädagogischen Bewegungen erlebt, aber auch mit gestaltet. „Sie haben sich viele Gedanken und Sorgen gemacht für Ihre Kinder und für Ihr Kollegium.“ Stets wichtig gewesen sei ihr ein gutes Umfeld gewesen, um auf ihm pädagogische Arbeit gestalten zu können. Funk wünschte der scheidenden Rektorin „viel Glück, beste Gesundheit und reichlich Muße, die freie Zeit auskosten zu können“.

„Die Schule trägt überall die Handschrift von Christa Ross!“, fanden Andrea van Hall und Anette vom Hemdt im Namen des Kollegiums persönliche Worte. Sie habe das Schiff Schule stets mit sicherer Hand trotz bisweilen stürmischer See sicher in den Hafen geleitet. Was die Einsatzbereitschaft und den Mut, neue Wege in der pädagogischen Arbeit zu gehen, anbetreffe, sei sie dem Kollegium stets ein leuchtendes Vorbild gewesen. Stets habe sie ein offenes Ohr für „ihre“ Kinder, die Eltern und die Kolleginnen gehabt. Nicht zuletzt sei ihre Schulleiterin bei der Sanierung der Schule als Bauherrin gefordert gewesen. „Die Tür wird Dir immer offen stehen“, freue sich das Kollegium auf ihre Besuche.

Die Vorsitzende der Schulpflegschaft, Andrea Kox-Delmo, dankte der Scheidenden „für Ruhe und Gelassenheit, die Sie uns vermittelt haben“. Tausende Kinder habe sie auf ihrem langen schulischen Leben begleitet und geleitet. Ein Blumensortiment für den Garten gab es für die Hobby-Gärtnerin.

Rektorin Christa Ross bedankte sich bei allen, die ihr schulisches Leben in Bardenberg mehr als zwei Jahrzehnte lang mitgeprägt haben. Dank galt auch dem Schulträger, die Stadt Würselen, für die Grundsanierung des Gebäudes. Ross resümierte: „Es waren lange und schwere, gute und befriedigende Jahre. Es war eine wunderbare Zeit hier in Bardenberg.“

Von der evangelischen Pastoralreferentin Dorothea Schui verabschiedeten sich die evangelischen Kinder, bevor der dritte Jahrgang das Lied „Alte Schule, altes Haus“ – im Refrain von allen Kindern gesungen – anstimmte.

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