Herzogenrath - Reinster Kulturgenuss in der Aula des Schulzentrums

Reinster Kulturgenuss in der Aula des Schulzentrums

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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In der Aula des Schulzentrums wurde das neue Jahr willkommen geheißen. Foto: Christoph Hahn

Herzogenrath. Es gibt noch Politiker respektive Wahlbeamte, die etwas zu verschenken haben: Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch zum Beispiel. Er bot seinen Mitbürgern zum Neujahrsempfang in der Aula des Schulzentrums den reinen Kulturgenuss - und davon nicht zu knapp.

Das Kerkrads Symfonie Orkest bot am Sonntagabend unter der Leitung seines Dirigenten Harmen Cnossen Klassik vom Feinsten und ließ dabei den Eurode-Gedanken auf die angenehmste nur denkbare Weise lebendig werden.

Ein Gleiches tat zur Freude der rund 500 Zuhörer der Bariton Fons Kokkelmans, der sein Publikum mit seinen wohlklingenden Interpretationen so unterschiedlicher Repertoirestücke wie der Auftrittsarie des Papageno („Der Vogelfänger bin ich ja”) aus Mozarts „Zauberflöte” und der Arie „Ja, das Schreiben und das Lesen” aus dem „Zigeunerbaron” von Johann Strauß (Sohn) erfreute.

Trotz des nach Umfang und Qualität üppig bemessenen musikalischen Teils war und bot der Herzogenrather Neujahrsempfang - hierin den Haushaltsdebatten im Bundestag ähnlich - Zeit und Gelegenheit zu Grundsatzreden.

Eine solche Ansprache zu halten - das blieb natürlich dem Gastgeber und Hausherrn vorbehalten. So ging denn Christoph von den Driesch, daran die Eckpunkte der politischen Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten darzustellen. Dabei setzte der Bürgermeister die Wirtschaft an die erste Stelle. Auf dem ökonomischen Gebiet gebe es, zum Beispiel durch die komplette Ansiedlung des Halbleiter-Herstellers Aixtron und - in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule (FH) Aachen - den Aufbau eines Koordinierungsbüros für Studiengänge des Ingenieurwesens im Technologiepark (TPH), etliche Erfolge.

Weitere Meilensteine auf dem Weg in die Zukunft, so der Bürgermeister weiter, seien die nahende Fertigstellung des 13 Hektar großen Handels- und Gewerbeparks Nordstern und die Schaffung eines „Glaskompetenzzentrums” in Kooperation mit dem Hersteller Saint-Gobain/Sekurit. Damit dieser positive Trend auf einem tragfähigen Boden und in einem günstigen Investitionsklima stattfindet, setzt der Rathaus-Chef der Rode-Stadt, wie er erläuternd bekannt gab, nicht nur auf einen fortgesetzten Abbau der städtischen Schulden, sondern auch auf die Zugkraft der zum Neujahrstag gesenkten Grund- und Gewerbesteuern.

Eine gute Wirtschaftsförderung gehört für den Bürgermeister unbedingt dazu. Aber das einzige Element, auf das es wirklich ankommt, ist sie darum noch lange nicht. So räumte von den Driesch in seiner Rede auch der Schulpolitik eine bedeutende Rolle ein und verwies darauf, dass die Stadt allein für den Betrieb von Mensen 3,375 Millionen Euro bereit gestellt habe. Außerdem sollen, wie schon im zurückliegenden Jahr, die Betreuungsangebote für Mädchen und Jungen unter drei Jahren ausgeweitet werden - eine Politik, an der die Kommune trotz mit dem Kinderbildungsgesetz (kurz: KiBiZ) einher gehenden Mehrkosten festhalten will. Dem Bürgermeister geht es, wie er im Schulzentrum erklärte, aber nicht um eine reine Jugend-, sondern um eine dezidierte Mehrgenerationenpolitik. Eine breit gefächerte Arbeit mit und für Senioren gehört nicht zuletzt deshalb weiter zu seinem Programm.

Dabei setzt Christoph von den Driesch aber nicht nur auf die Arbeit der Fachleute bei der Stadt und in den Wohlfahrtsverbänden. Unter dem Motto „Herzogenrather sollen für Herzogenrather da sein” will der Christdemokrat künftig dem Ehrenamt mehr Raum - denn „das bürgerschaftliche Engagement ist für eine funktionierende Gesellschaftsstruktur unerlässlich”. Worum es bei dem verstärkten Einsatz von Ehrenamtlern gehen soll, stellte der Redner ebenfalls klar: „EfaS” hieß die von ihm präsentierte Zauberformel. Und die bedeutet im Klartext „Ehrenamtler für Familien und Senioren”.
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