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Reihe „Pius am Mittwoch”: Als Zugabe gibt es einen „Liebesgruß”

Von: clg
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„Wege zu Beethoven” zeigen Susanne Trinkaus mit ihrer Violine und Helmut Trinkaus am Klavier auf.

Würselen. Der in Bonn geborene Ludwig van Beethoven scheint gute Freunde in der Stadt Würselen zu haben. Nur so erklärte es sich Hans-Günter Leuchter, dass erfreulich viele Besucher zur Reihe „Pius am Mittwoch” ins Pfarrheim kamen.

Dort wurden ihnen in einem musikalischen Glanzlicht zum Jahresauftakt „Wege zu Beethoven” aufgezeigt.

Sie erlebten dabei einen ebenso anspruchsvollen wie facetten- und farbenreichen Konzertabend. Bereitet wurde er ihnen von zwei exzellenten Musikern aus Jülich, Susanne Trinkaus (Violine) und Helmut Trinkaus (Klavier). Auf ihre ureigene Weise näherten sie sich dem Phänomen Beethoven.

Sonate D-Dur

Zum Einstieg hatten sie die Sonate D-Dur des mehr als 100 Jahre vor Beethoven geborenen Violinisten und Komponisten Arcangelo Corelli ausgewählt. Zupackend und doch mit der nötigen Einfühlsamkeit gelang dem Duo eine überzeugende Interpretation des barocken Werks, vor allem auch in der Reduzierung des ursprünglich für ein Cembalo konzipierten Klavierparts auf einen modernen Konzertflügel, wie „Pius am Mittwoch” ihn vorhält.

Vor der Pause dann noch das „Hauptwerk” des Konzertabends, komponiert vom Vollender der Klassik und Wegbereiter der Romantik, Ludwig van Beethoven.

Die bekannte und bisweilen gefürchtete Kreutzer-Sonate für Klavier und Violine war auch für die Jülicher Musiker ein echter Prüfstein. Susanne und Helmut Trinkaus meisterten die hohen Anforderungen bravourös und boten eine in sich stimmige Wiedergabe mit der nötigen Disziplin und Beherrschtheit auf der einen, aber mit der erforderlichen Gelöstheit und Losgelassenheit auf der anderen Seite. Susanne Trinkaus bewältigte ohne erkennbare Mühe die vielen heiklen Passagen intonationssicher und ohne übertriebene Pathetik. Helmut Trinkaus gestaltete den teilweise dominanten Klavierpart dennoch mit großer Einfühlsamkeit. Der mehr als 30 Minuten lange Vortrag war der große musikalische Wurf des Abends.

Wie alle Komponisten der Romantik weitgehend von Beethoven geprägt worden sind, belegten die beiden kurzen Stücke „Aus der Heimat” des tschechischen Nationalkomponisten Friederich Smetana. In ihnen entpuppte er sich als Maler der Natur. Zahlreiche Eindrücke aus Wald und Flur spiegelten sich in ihnen wider. Am Ende dann die „Scene des Ballet” von Charles-August Briot. Bei seinen Tanzstücken zogen die beiden Musiker noch einmal alle Register ihres Könnens: Sie nahmen das Publikum mit reißerischen ebenso wie mit einfühlsamen Sätzen für sich ein. Den Schlusspunkt unter ein gelungenes Konzert setzten Susanne und Helmut Trinkaus mit ein „Liebesgruß” als Zugabe.
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