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Regine Kölpin liest im Kulturzentrum Burg aus „Die Lebenspflückerin”

Von: mas
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Gerne gesehen und gehört in B
Gerne gesehen und gehört in Baesweiler: Regine Kölpin. Foto: mas

Baesweiler. Bibliothekarin Elke Tetz geht immer das Herz auf, wenn Regine Kölpin ihre Arbeitsutensilien in der Alten Scheune auspackt. Dort ist die Ostfriesin Kölpin, mit rheinischem Anteil im Blut, nun schon zum vierten Mal vorstellig geworden.

Regine Kölpin ist ein bisschen heimisch in Baesweiler geworden. Sie wohnt dort privat, wenn sie mal wieder vorbeischaut, bei einer langjährigen Freundin. Sie kennt den einen oder anderen Besucher ihrer Lesungen, die Aufenthalte sind stets von gegenseitiger Sympathie geprägt. Das war wohl auch ein zusätzlicher Antrieb, den neuen Krimi „Die Lebenspflückerin”, in einer Art NRW-Vorpremiere den Baesweilern bekannt zu machen.

Es ist ein handverlesenes Publikum, dass der bundesweit populären Schriftstellerin gegenüber sitzt. Aber gerade das mag zusätzlichen Charme in die Lesung bringen. Man ist halt unter Freunden im Burggemäuer, das besser zur Buchvorstellung nicht passen könnte. Und diese Momente genießt Regine Kölpin auch, obwohl sie ein straffes Programm hat. Die Lesung, ein paar Stunden noch mit der langjährigen Freundin klönen - und dann gehts am nächsten Morgen schon mit dem Zug Richtung Ostfriesland. Am Abend wird sie dort schon wieder bei einer historischen Stadtführung in Jever sein. Diesen „Job” hat sie noch mit übernommen, als sie für ihr neues Werk recherchierte. So macht Kölpin denn auch in der Lesung charmant Reklame für eine Reise in die Bierstadt Jever, die einen ausnehmend hübschen Stadtkern habe.

Von der „Lebenspflückerin” wird eine Trilogie erscheinen. Drei Jahre hat sie daran gearbeitet, um bald Band 2 und 3 folgen zu lassen. Als sie ihre Wahlheimat Ostfriesland in der Zeit um 1545 beschreibt, erwächst daraus an manchen Stellen auch ein heimatkundlicher Vortrag über jene Zeit. Eingebunden in die Geschichte der fliehenden Hebamme Hiske Aalken. Die junge Frau ist als Hexe angeklagt. Wie meuchelnd gemordet wurde, beschreibt Kölpin an der bestialisch anmutenden Tötung von Cornelius von Ascheburg. Und auch die Verschlossenheit und das Geheimnisvolle, das die Menschen im Dorfe Gödens umgibt, wird in Kölpins erstem historischen Roman sehr plastisch beschrieben.

Den Zuhörern gefällts. So wird irgendwann wohl mal ein kleines Jubiläum gefeiert. Wenn Bibliotheksleiterin Tetz die Bühne betritt und verkündet, „ich freue mich, heute zum fünften Mal Regine Kölpin in Baesweiler begrüßen zu dürfen...”
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