Herzogenrath - Recyclingbörse Herzogenrath muss umziehen

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Recyclingbörse Herzogenrath muss umziehen

Von: Beatrix Oprée
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Mühselige Kleinarbeit: Das komplette Sortiment der Recyclingbörse muss bruchsicher in Kartons verstaut und am neuen Standort wieder ausgepackt werden – insgesamt 350 Kubikmeter Umzugsgut. Foto: Beatrix Oprée
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Ein Plus am neuen Standort: Wilfried Hammers freut sich über die vielen Lkw-Anlieferplätze der Halle an der Rennbahn. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Die Regale stehen noch voll mit Gläsern, Tellern, Vasen und allem möglichen Interessanten, das sich unter anderem bei Haushaltsauflösungen so alles in Schränken und Schubladen findet. Eine wahre Fundgrube übrigens auch für alle Vintage- und Retro-Begeisterten. Denn von Muranoglas bis zur Edelholzschale lassen sich hier so manche Schätzchen entdecken.

Demnächst wird sich diese Daueradresse für Flohmarkt-Fans allerdings ändern: Die Recyclingbörse Herzogenrath zieht um. Das Gebäude mit dem prägenden Schriftzug an der Schmiedstraße 88 in Niederbardenberg, Domizil seit 15 Jahren, muss geräumt werden. Es wurde an eine Firma für Grabmale verkauft.

Lange gesucht

Die Recyclingbörse zieht derweil weiter ins Gewerbegebiet Straßer Feld, in vakante Hallen der Spedition Jungen: An der Rennbahn werden künftig die Lagerräume für Möbel und Weiße Ware sein, die zahlreichen Lkw-Lademöglichkeiten vom Hof aus erweisen sich dabei als besonders praktisch. „Es war nicht so einfach, geeignete neue Räume zu finden“, sagt Wilfried Hammers, Vorsitzender des Fördervereins Arbeit, Umwelt und Kultur in der Region Aachen, Träger der Recyclingbörse, der zunächst überhaupt nicht glücklich war, den verkehrstechnisch günstigen Standort Schmiedstraße aufgeben zu müssen. Eine gute Anliefermöglichkeit für die teils sperrigen Möbelspenden ist eine der Grundvoraussetzungen für den Betrieb der Börse.

„Da ist uns die Spedition Jungen dann sehr entgegengekomen“, ist Hammers froh, dass das Konzept der vor nahezu 25 Jahren gegründeten Initiative weitergeführt werden kann. Das Büro wird in einer Souterrainwohnung in unmittelbarer Nachbarschaft eingerichtet. „Auch damit sind wir sehr zufrieden“, sagt Hammers.

Viel Arbeit liegt bereits hinter den Börsianern: Unzählige Kartons sind gepackt worden, viel Material wurde schon zwischengelagert im Gebrauchtwaren-Kaufhaus „Patchwork“ in Merkstein, einem weiteren Projekt des Fördervereins. Nahezu ebensoviele Kisten warten noch auf ihren Abtransport. 350 Kubikmeter beträgt das Gesamtvolumen des Umzuggutes, wie Betriebsleiter Altan Saltik überschlagen hat.

Entfernt wurde auch schon die hölzerne Zwischendecke in der Halle an der Schmiedstraße, vor Jahren eingezogen, als die Börse aufgrund ihres Erfolgs immer mehr Raum brauchte. Den wird sie auch an der neuen Adresse bekommen, genau genommen sogar etwas mehr: Den bisherigen 560,88 Quadratmetern Gesamtfläche stehen nun 561 Quadratmeter alleine für Lager und Verkauf gegenüber, dazu 133,25 Quadratmeter für die Verwaltungsräume. Ausreichend Parkraum, ein weiteres wichtiges Kriterium, gibt es überdies. So werden ab 1. September günstige Elektrogeräte vom Herd bis zur Waschmaschine, Haushaltsgegenstände, Kleinmöbel, Bücher, Holzpellets und natürlich Flohmarkt-Artikel in der neuen Halle An der Rennbahn 2 zu finden sein – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr. Möbel und sonstige Sachspenden können angemeldet werden im Büro der Börse, das bereits ab 1. August Im Straßer Feld 12 erreichbar ist, montags bis freitags, 8 bis 17 Uhr, Telefon 02406/79710.

„Noch ist nicht klar, wie die Kunden reagieren werden“, sagt Wilfried Hammers. „Viele haben ja kein Auto.“ Nicht wenige Stammkunden kamen auch aus Würselen – „ob die nun ins Straßer Gewerbegebiet kommen werden ...?“ Wilfried Hammers setzt auf die gute Busanbindung – und vielleicht neue Kundenstämme auch aus den nahen Niederlanden.

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