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Realschule Merkstein feiert erstes Ehemaligentreffen

Von: Lars Odenkirchen
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Ausgelassene Stimmung: Die Organisatoren Jörg Faßbender, Sandra Kreuwen und Dirk Henningsen beim Studium der Chronik. Foto: Lars Odenkirchen

Herzogenrath. Viele Schulen laden gerne ihre ehemaligen Schüler ein, damit diese sich wieder sehen, Erfahrungen austauschen und der Schule verbunden bleiben können. Doch was tut man eigentlich, wenn es die ehemalige Schule gar nicht mehr gibt?

Die Antwort darauf gaben nun die Ehemaligen der vor 13 Jahren geschlossenen Merksteiner Realschule, die kurzerhand privat ein Ehemaligentreffen organisierten. „Die Idee kam auf, als ich mich noch einmal mit einem alten Klassenkameraden unterhalten habe”, erzählte Jörg Faßbender, „eigentlich ging es dabei aber nur um ein Klassentreffen.”

Die Nachricht vom geplanten Treffen verbreitete sich anschließend wie ein Lauffeuer - und aus dem angepeilten Klassentreffen wurde schnell eine Veranstaltung für alle früheren Angehörigen der Realschule.

Mehr als 100 ehemalige Schülerinnen und Schüler und auch einige ehemalige Lehrerinnen und Lehrer fanden sich schließlich im Saal des Bürgerhofs in Alt-Merkstein ein, um dort gemeinsam in alten Zeiten zu schwelgen und sich über den Stand der Dinge auszutauschen. „Den Bürgerhof haben wir deswegen ausgewählt, weil er schon zu Schulzeiten für uns alle der Treffpunkt schlechthin war”, meinte Faßbender. Für den Abend hatten sich die Organisatoren aber noch einige Besonderheiten einfallen lassen. Im Mittelpunkt des Interesses standen dabei vor allem die Schulchroniken, die das Stadtarchiv zur Verfügung gestellt hatte.

Dankeschön an Lehrer

In zwölf Büchern fanden sich dort Artikel, Fotos und Dokumente aus insgesamt 28 Jahren Schulgeschichte. „Wir sind dem Stadtarchiv für diese Leihgabe sehr dankbar. Ohne die Unterstützung der Stadt hätte das alles so nicht geklappt”, meinte Sandra Kreuwen, die mit Faßbender, Melanie Schmitz und Dirk Henningsen den Abend organisiert hatte. Kurz vor der Feier hatten die Organisatoren zudem viele Fotos in der heutigen Gesamtschule gemacht.

„Vieles ist heute natürlich anders”, erzählte Kreuwen, „aber toll war, dass einige Stellen auch noch genauso aussahen. Ich habe noch die Bank wieder gefunden, auf der ich immer meine Hausaufgaben abgeschrieben habe.” Bis 2 Uhr in der Nacht wurde schließlich im Bürgerhof gefeiert, auf dem Programm standen dabei auch noch einige Spiele, die an die Schulzeit erinnern sollten, sowie musikalische Unterhaltung. Kreuwen freute sich, dass man mit dem Treffen „auch ein Dankeschön an die Lehrer für eine tolle Schulzeit” aussprechen konnte. Am Ende waren sich alle einig: Eine einmalige Veranstaltung soll das Ehmaligentreffen der Merksteiner Realschule nicht bleiben.

Das Treffen, das hauptsächlich über soziale Netzwerke im Internet organisiert worden war, soll in zwei Jahren - 15 Jahre nach Schulschließung - eine Neuauflage erleben.
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