Würselen - Realschülern den Übergang zum Gymnasium erleichtern

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Realschülern den Übergang zum Gymnasium erleichtern

Von: ehg
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Würselen. Hohe Akzeptanz hat im Schulausschuss ein Pilotprojekt gefunden, das 2009 von Realschule und Städtischem Gymnasium in einer Feierstunde zur Unterschrift gebracht worden ist.

Vorgestellt wurde das Kooperationsmodell dort durch Schulleiter Lorenz Hellmann (Realschule) und Matthias Bartz, kommissarischer Leiter des Städtischen Gymnasiums. Hellmann: „Den Schülern der Realschule soll der Übergang in die Oberstufe des Städtischen Gymnasiums erleichtert und damit auch deren Bildungschancen verbessert werden.”

Die Schüler, welche die Realschule bisher mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe - zwischen 45 und 55 Prozent eines Jahrgangs - verließen, konnten am Gymnasium nicht Fuß fassen, weil sie keine zweite Fremdsprache nachweisen konnten. Sie wechselten außerhalb von Würselen in eine gymnasiale Oberstufe.

Wie Bartz im Ausschuss berichtete, fand das Städtische Gymnasium einen Ausweg, zumal die Lehrer dafür zur Verfügung stehen. Es bietet für diese Klientel Schüler als zweite Fremdsprache in der Oberstufe Italienisch an.

Damit kommt das Gymnasium der Realschule in Bezug auf künftige Abgänger mit Qualifikation entgegen, wo ebenfalls Italienisch als Fremdsprache angeboten werden kann, und zwar ab Klasse 9. „Dann bringen die Schüler die nötigen Vorkenntnisse mit. Sie können sich dann mehr auf Kernfächer wie Deutsch und Mathematik konzentrieren”, erläuterte Hellmann. Doch sollen die potenziellen Gymnasiasten auch frühzeitig auf die Anforderungen vorbereitet werden, die die Oberstufe an sie stellt.

Erleichtert werden soll die Übergang dadurch, dass Lehrer des Gymnasiums an der Realschule Vorbereitungskurse betreuen, umgekehrt Lehrer der Realschule am Gymnasium unterrichten. Der Austausch ist bereits so weit gediehen, dass in diesen Tagen ein Gymnasiallehrer mit einer Realschulklasse auf Fahrt gegangen ist.

Die Kooperation ist keineswegs eine Einbahnstraße. Und bringt dem Städtischen Gymnasium nicht nur mehr Schüler. Matthias Bartz: „Unsere Schüler erhalten die Möglichkeit, Italienisch als zweite Fremdsprache ins Abitur einzubringen. Für alle, die bisher in einer der beiden fortgeführten Fremdsprachen Probleme gehabt haben, eine neue Chance.”
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