Baesweiler - Räuber erobern die Baesweiler Burg

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Räuber erobern die Baesweiler Burg

Von: mas
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Die Räuber steckten ihr Publikum an: In der Alten Scheune des Kulturzentrums „brannte“ es schon nach wenigen Minuten. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Vorglühen gibt’s nicht. Bei den Räubern ist sofort die hohe Zeit des Feierns ausgebrochen. Kaum haben die fünf Kölner „Feierbiester“ die Instrumente in die Hand genommen, da erhöht sich die Temperatur in der „Alten Scheune“ der Burg Baesweiler um gefühlte 30 Wärmegrade. Irgendwie muss Gastgeber Willi Köhnen die Jungs „gefügig“ gemacht haben.

Wenn nun einer den leeren VIP-Bereich im Bistrorant durchstreift, sieht man es. Calmares, Filetspitzen, Chicken Wings: „So wollten das die Jungs, so kriegen sie das auch“, beschrieb der Chef und Konzert-Organisator seine „Pflegemaßnahme“ die für Musiker und ausgesuchte Gäste galt. Dann stürmen die in roten Hosen gekleideten Räuber auf die Bühne.

Elemente aus Beethovens „Ode an die Freude“, gepaart mit knallharten Rockrhythmen. Einen Moment dürfen die knapp 200 Besucher vermuten, da oben steht das Status-Quo-Duo Rick Parfitt und Francis Rossi. Nö, Nö, das sind die Kölner Profis mit ihrem Frontmann Karl Heinz Brand und der neuen „Zweitstimme“ und E-Gitarrist Torben Klein aus Würselen. Die Jungs packen sofort zu und wechseln vom Boogie zu einem ihrer größten Hits: „Wer hat mir die Rose auf den Hintern tätowiert“.

Das Publikum schmeißt die Arme hoch, tanzt, spielt Luftgitarre. So kriegt das nur ein Völkchen hin: Rheinländer für Rheinländer pushen sich gegenseitig hoch. Der Karneval ist einen Monat vor seinem offiziellen Beginn schon mal einen Spalt geöffnet. Zumal jetzt auch „Op dr Maat“ durch die Räume ballert und die Gesellschaft ganz heftig feiern und singen lässt. In einem Gemisch aus Rock und Pop, Karneval und Party. Zwischendurch wechselt das Quintett den Rhythmus und stimmt einen Wiener Walzer an.

„Wunderbar, wunderbar“, da singen mitten im dicksten musikalischen Getümmel Iris Bleilevens und ihr schwer kranker Sohn Karsten begeistert mit. Der junge Mann (22) sitzt im Rollstuhl, aber das Gefährt schaukelt von einer Seite zur anderen. Einen Handschlag kriegt der Puffendorfer von Karl-Heinz Brand mittendrin. Da lachen beide. Musik als Therapie.

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