Radwege: Das stört unsere Leser

Von: Beatrix Oprée
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Loser Randstein: Diese vor allem nachts gefährliche Stelle an Gut Kaisersruh wurde von einem Leser gemeldet. Foto: Markus Bienwald

Nordkreis. Gute Resonanz findet unsere interaktive Karte im Internet, auf der unsere Leser Gefahrenstellen auf Radwegen melden können. Anlass war unser Bericht über den Radweg an der L 223 zwischen Birk und Herzogenrath, auf dem es an einer einzigen Stelle gleich mehrere folgenschwere Unfälle gegeben hatte.

Grund war die Wurzel eines Ahornbaums, die den Asphalt gesprengt und rund acht Zentimeter angehoben hatte.

Zwei Radfahrer hatten uns unsere schweren Unfälle geschildert. Aufgrund unserer Berichterstattung wurde die Gefahrenstelle nun vom Landesbetrieb Straßen.NRW entfernt und das Teilstück mit einer neuen Asphaltdecke versehen.

„Ein riesengroßes Dankeschön an Sie, das ist ein toller Erfolg“, hat Simone Otten, die einen dreifachen Schlüsselbeinbruch, eine tief aufgeschnittene Hand, einen Muskelabriss am Unterarm, Rippenprellungen und Hämatome am ganzen Körper erlitten hatte, spontan gepostet, nachdem sie von den Reparaturarbeiten gelesen hatte. Andere Radfahrer seien an dieser Stelle nun vor solchen Erfahrungen verschont.

Steuergelder fehlen

Für eine grundlegende Sanierung indes, so hat es der Landesbetrieb im Gespräch mit unserer Zeitung mit Bedauern dargelegt, fehlen die Steuergelder. Nicht einmal der normale Sanierungsturnus könne eingehalten werden. Seit Jahren schon würden seitens des Landesministeriums aus Kostengründen nur wenige der beantragten Projekte bewilligt.

Für dieses Jahr zugesagt seien nur die Sanierung der Radwege an der Monschauer Straße in Aachen ab Autobahn bis Kalkhäuschen sowie zwischen Verlautenheide und Stolberg. Gefahrenstellen wie an der L 223 gebe es daher Hunderte in der Region.

Unsere Leser wissen das offenbar nur zu gut. So hat ein Radler auf unserer Internetkarte einen Abschnitt an der B 57 bei Kaisersruh gemeldet: „Der Radweg ist zugewachsen, die Begrenzungs-L-Steine sind gebrochen und ragen in den Radweg“, schreibt er. Ein anderer Leser hat ein Bild von der Voccart-straße eingestellt und erläutert dazu: „Von der Voccartstraße in Richtung Aachen ist an vielen Stellen der Fahrradweg/Fußgängerweg von Hauseigentümerseite fast bis zur Gehweghälfte auf circa zwei Meter Höhe zugewachsen. Die Stadt hat Mitte 2013 zum ersten Mal die Straßenseite bereinigen lassen! Es zieht sich bis Richterich.“ Zwischen Uersfeld und Kohlscheid an der Bushaltestelle Kircheich sind ihm zudem „mittelhohe Hügel durch Wurzeln an mindestens drei Bäumen“ aufgefallen.

Ein Foto hat ein weiterer Leser eingestellt, das den Radweg an der B 57 zwischen Gronsfeld und Duffesheider Weg zeigt, auf dem Baumwurzelaufbrüche für Ungemach sorgen. Unsere Leser sind natürlich auch auf Aachener Gebiet unterwegs. Von der Krefelder Straße vermeldet ein Radler: „Die Unterführung auf der Krefelder Straße von Würselen nach Aachen rein oder umgekehrt ist eine Zumutung für jeden Radfahrer. Sie wurde zwar kürzlich gereinigt, ist aber nach einer Woche schon wieder sehr schmutzig. Die Bodenwellen sind immens, und die Pferdeäpfel der nahe gelegenen Reiterhöfe sind ekelhaft. Da muss dringend was getan werden.“

Ein weiterer aufmerksamer Radfahrer ist die L 232 entlang gefahren und hat eine Warnung für andere in unsere Karte eingetragen: „Hochgedrücktes Pflaster durch Wurzeln an mehreren Stellen auf dem Radweg zwischen der Kreuzung Uersfeld und dem Ortseingang Kohlscheid. Besonders tückisch bei Dunkelheit, da sich die Stellen im Schatten der Bäume befinden.“

Und von der Berensberger Straße stellt ein Leser fest: „Durch die aufgeplatzten Betonplatten wächst schon das Grün.“ Im weiteren macht er auf Gefahren aufmerksam: „Aufgeplatzte Betonplatten auch im Soerser Weg – bei einem Gefälle von 8 Prozent kann dies ziemlich haarig werden.“

Ärgern Sie sich auch ständig, wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs sind? Nutzen Sie unser Portal im Internet für Ihre Sicht der Dinge: www.leser-meinung.de

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