Radschnellweg: Naturfreunde stellen Antrag in Sachen Prüfung

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Herzogenrath. Die Naturfreunde in Merkstein seien für ein gutes Radwegenetz. Radfahren sei gesund und ökologisch und sollte gefördert werden, sagen sie: „Aber nicht unter der Prämisse: Alles, was pro Rad ist, ist grundsätzlich gut, koste es, was es wolle.“

Nachdem die NF ihre kritische Position im März in einer von Bruno Barth und Marika Jungblut geleiteten öffentlichen Begehung entlang der geplanten Radschnellweg-Trasse Aachen-Herzogenrath deutlich gemacht und durch die Teilnehmer erhebliche Unterstützung erfahren hatten, bringen die Naturfreunde das Thema jetzt auf Landesebene.

Der Landesausschuss befasst sich am 5. Juli mit einem Antrag und einer Anfrage grundsätzlicher Art zur Förder- und Baupraxis von Radschnellwegen in Nordrhein-Westfalen. „Das ganze Prinzip muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden“, sagen Bruno Barth und Marika Jungblut. In ihrem Antrag fordern die Naturfreunde unter anderem, dass die Städte selbst entscheiden können, wie sie die Fördermittel des Landes einsetzen, etwa für die Instandsetzung von bestehenden Radwegen oder den Ausbau des vorhandenen Radwegenetzes, statt alleine ein Leuchtturmprojekt wie den Radschnellweg zu finanzieren.

Die Naturfreunde fordern, dass keine Planung „vom Schreibtisch auf Verwaltungsebene“ erfolgen dürfe. Sie erwarten „eine frühzeitige Einbeziehung der Bürger vor Einreichen von Förderanträgen“ und eine „verbindlich vorgeschriebene Beteiligung der örtlichen Naturschutzverbände im Vorfeld der Planung“.

Darüber hinaus möchten die Naturfreunde Herzogenrath-Merkstein Fragen zur Finanzierung beantwortet wissen, unter anderem, aus welchen Mitteln des Landeshaushalts die Fördergelder genommen werden. Der Bezirksvorsitzende der Naturfreunde Nordeifel, Leo Gehlen, habe seine Unterstützung signalisiert.

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