Herzogenrath - Provokantes Plädoyer für neuen Aufbruch im Glauben

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Provokantes Plädoyer für neuen Aufbruch im Glauben

Von: Nina Krüsmann
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Referent in Herzogenrath: Jan-Philipp Görtz. Foto: Nina Krüssmann

Herzogenrath. Beim Herzogenrather Montagsgespräch rief der Berliner Jan-Philipp Görtz jetzt auf Einladung von Pfarrer Dr. Guido Rodheudt zu einem Aufbruch und Neustart im Glauben auf. „Vor einem Jahr bin ich selbst aufgebrochen. In der ersten Klasse im Lufthansa-Flugzeug fühlte ich mich wie der König der Welt, es gab Champagner und Kaviar. Aber ich fühlte mich nur noch leer“, erzählte er.

Sein persönliches Zeugnis im Pfarrzentrum von St. Gertrud war beeindruckender, als es jede empirisch belegte Studie sein könnte. Jan-Philipp Görtz, Jahrgang 1970, studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg und Internationale Beziehungen in Boston. Sein beruflicher Werdegang führt ihn unter anderem zur NATO und seit 1999 zur Lufthansa. Nach 18 Jahren als Direktor hat er sich seit Anfang 2018 ganz in den Dienst der Neuevangelisierung gestellt.

Das Ende einer Liebesbeziehung hatte ihn mit 30 Jahren in eine Lebenskrise gestürzt. „Ich habe damals ein Nein gehört und konnte nichts daran ändern, empfand große innere Einsamkeit, als meine Modelfreundin sich von mir trennte. Das Kartenhaus des Lebenskonzepts war zusammengefallen“, erzählte Görtz. Was ihm schließlich zur zentralen Stütze wurde, war seine lebendige Beziehung mit Jesus, der vorhandene Draht zu Gott.

„Ich habe mich über die Sakramente informiert, 30 wichtige Bücher gelesen, eine Lebensbeichte abgelegt und mit meinem geistlichen Leiter einen Lebensplan aufgestellt“, berichtete Görtz weiter. Dem Publikum in Herzogenrath stellte er als Nicht-Theologe die provokante Frage, wie es um den Glauben bestellt ist.

„Revival der christlichen Kirche“

Angesichts des Schwundes von Gläubigen, Priestern und Kirchen fragte er, wie es lokal und global mit der Kirche aussieht. „Die Antworten zeigen eindeutig, dass wir einen Aufbruch wagen sollten, selbst aktiv und hoffnungsvoll neue Ideen umsetzen sollten“, betonte Görtz. Andrea Nell vom 2018 neu gegründeten Apostolatsforum St. Gertrud moderierte im Anschluss an den Vortrag noch die angeregte Fragerunde.

Das Apostolatsforum ist eine beachtlich große Gruppe, die nach neuen Wegen sucht, wie sich die Verkündigung der Frohen Botschaft in der heutigen Zeit in der Pfarrei verwirklichen lässt. Das passt perfekt zum Referenten Jan-Philipp Görtz, der nicht nur zur Bewunderung sondern vor allem zur Nachahmung aufrufen möchte und meint: „Europa steht vor einem wichtigen Revival der christlichen Kirche!“

 

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