Proteste gegen Wahl des CDU-Vorstandes ohne Belang

Von: -ks-
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Alsdorf. „Weil ich nicht vom Amt des stellvertretenden CDU-Geschäftsführers zurückgetreten bin, bin ich weiterhin im Amt”, sagte Guido Leufgens auf Anfrage. Und die Wahlperiode dauere noch rund eineinhalb Jahre, fügte er hinzu.

Dagegen waren bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes im Ballsaal des Cinetowers Roland Krichel zum Geschäftsführer und Ronny Nießen zum stellvertretenden Geschäftsführer gewählt worden (wir berichteten). Hat die Alsdorfer Union jetzt zwei stellvertretende Geschäftsführer?

Auch Michael Pauly, der derzeit „nicht im Lande” ist und eine Reha-Maßnahme absolviert, wie bei der Mitgliederversammlung zu erfahren war, scheint äußerst verwundert zu sein.

Aus der Ferne hat er die Kreispartei zu einer Stellungnahme aufgefordert. Auch er legt offenbar Wert auf die Feststellung, dass er als stellvertretender Parteivorsitzender nicht zurückgetreten sei. Auch wolle er nicht als stellvertretender Ortsverbandsvorsitzender von Hoengen zurücktreten.

Auf Stadtverbandsebene wurde zum Stellvertreter des neuen Vorsitzenden Peter Steingass Dieter Lothmann gewählt. Ausdrücklich wies Steingass dabei darauf hin, dass man von der Möglichkeit der Satzung Gebrauch mache und abweichend von der Vergangenheit auf einen zweiten stellvertretenden Vorsitzenden verzichte.

Nicht rechtzeitig widersprochen

Die Antwort des Kreisparteichefs Axel Wirtz (Stolberg) in Richtung Leufgens und Pauly fällt eindeutig aus. Nach Rücksprache des Kreisgeschäftsführers Carsten Mannheims mit der Geschäftsstelle der Landespartei stehe fest, dass die beiden nicht mehr im Amt sind, sagte er auf Nachfrage. Der Grund: Der Vorstand habe mehrheitlich beschlossen, von seinen Ämtern zurückzutreten, den Weg für eine personelle Erneuerung frei zu machen und eine Mitgliederversammlung mit entsprechenden Tagesordnungspunkten anzusetzen.

Der Rücktritt der Mehrheit des Vorstandes gelte somit auch für die Minderheit im Vorstand, die nun offenbar nicht auf ihre Funktionen verzichten wolle. Leufgens, der an der Sitzung teilnahm, habe nicht aktiv von seinem Widerspruchsrecht Gebrauch gemacht. Hätte er dies getan, hätte die Mitgliederversammlung darüber abstimmen müssen. Gleiches gelte für Pauly, der fristgerecht unter Zusendung der Tagesordnung informiert gewesen sei.

Wirtz fasste zusammen: „Die letzte Woche war für die CDU Alsdorf eine gute Woche, weil endlich klare Entscheidungen getroffen wurden.”
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