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Promi-Spiel beim JSV Baesweiler sehen 450 Besucher

Von: mas
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Am Spielfeldrand war mehr los als auf dem Platz: Trainer Umit Özat kommt geduldig den Wünschen vieler Autogrammjäger Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Marcel Heutz stachelte seinen Torwartkollegen Frank Sygor an. „Komm Fränkie, frag Dir die Handschuhe vom Michael Melka”. Aber JSV-Stammkeeper Frank Sygor, mit fast dem ganzen Landesligakader als Ordner am Dienstagabend im Einsatz, traute sich dann doch nicht, den Profi zu fragen.

So verschwand der zwei-Meter-Riese von Fortuna Düsseldorf mit seinen „alten” Werkzeugen in der Kabine. Nach einem 0:0, das sich der Zweitligist mit der Stollenwerk-Elf des 1. FC Köln geliefert hatte. Eine blutarme Partie ohne großen Unterhaltungswert auf dem Rasen.

Da machten die vielen Fans, die sich um Melka oder Kölns neuen Trainer Ümit Özat scharten, schon mehr „Remmidemmi” im positiven Sinne. Prominenz war jedenfalls genug im Sportpark des JSV. Allen voran der frühere FC-Nationalspieler und Namensgeber der Kölner Bundesliga-„Aufbautruppe”, Georg Stollenwerk. Der hatte sich am Nachmittag in Floverich bei einer langjährigen Freundin noch mal gemeldet und mit ihr ein Stückchen Kuchen verzehrt.

Gleich wiedererkannt

Margo von Fricken beköstigte den berühmten Mann, der sich zum Spiel zwischen Vizebürgermeister Herbert Geller und FC-Sportkoordinator Stephan Engels platzierte.

Auch Jupp Mahr, einer der Zuschauer war begeistert vom „alten Schorsch”: „Ich habe ihm die Hand gegeben, und er konnte sich an mich noch erinnern”, waren die beiden doch in den Sechziger-Jahren mal in einer Partie des FC gegen den Verbandsligisten SV 09 Baesweiler aufeinandergetroffen.

Hinter einer schwarzen Sonnenbrille verbarg sich FC-Trainer Zvonomir Soldo, begleitet von Co-Trainer Michael Henke. Die beiden tauschten sich nicht oft aus. Warum auch? Die Qualität des Spiels war mau. Obwohl Ümit Özat, er ist für den Ex-Nationalspieler Thomas Häßler auf den Chefstuhl der Stollenwerk-Elf beordert worden, mit Wilfried Sanou, Christopher Schorch, Taner Yalcin, Marvin Matip und Daniel Brosinski fünf Spieler aus dem Profikader aufgeboten hatte.

Einen Nationalspieler brachte Düsseldorfs Trainer Norbert Meier für eine Halbzeit. Den farblos aufspielenden Ex-Bremer Martin Harnik, der neben Fabian Hergesel, Robert Palikula, Jens Langeneke oder Sebastian Heidinger auflief.

Organisator enttäuscht

Nicht gerade berauscht vom ausgebliebenen Andrang äußerte sich Baesweilers Organisator Josef Oeben. Das Spiel, das in den Rahmen des Jubiläums „100 Jahre Fußball in Baesweiler” gepackt war, wollten nur 450 Besucher sehen. Da hatten sich Oeben und sein Team mehr Publikum vorgestellt.

Zum Treffen mit Freunden gestaltete sich das Spiel am Rande für Alemannias Ex-Torwart Stephan Straub, der in der Vorbereitung bei den Düsseldorfern mittrainiert hatte. Er lachte und scherzte mit Michael Melka oder Robert Palikula.

Nur einer wurde von den Fußball-Fans erst spät entdeckt und von den Autogrammjägern von allen Seiten gejagt: FC-Trainer Ümit Özat. „Der steht schon eine Stunde in der Kabine und telefoniert”, verriet Jupp Oeben. Aber eine freundliche Einstellung zeigte Ümit nach der Begegnung. Hier ein Foto, da ein Namenszug auf einen Ball. Der Mann kam gar nicht mehr an sein Lunch-Paket, das der JSV für beide Kader zusammengestellt hatte und das in den Bussen „verputzt” wurde.
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