Projekte, Politik und Positionen: Weggefährten blicken zurück

Von: Stefan Klassen
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Baesweiler. Nein, am Alter liegt es nicht. Da ist sich Altbürgermeister und Ehrenbürger Hans Plum sicher. Denn schon damals, in weitaus jüngeren Jahren, habe Dr. Willi Linkens, der am Sonntag 60 wird, dieses Verhandlungsgeschick und politische Gespür besessen: „Übers Wochenende hat Willi Linkens Betriebe im Gewerbegebiet angesiedelt“, erinnert sich Plum, der von 1979 bis 1999 Bürgermeister und somit Vorgänger des Jubilars war.

„Er hat die Unternehmensvertreter einfach nach Hause eingeladen, seine Gattin Maria hat für die Gäste lecker gekocht – und fertig waren die Verträge.“

Dass sämtliche Ansiedlungen im prosperierenden Gewerbegebiet auf diese Art und Weise im Lovericher Heim des Ersten Bürgers zustande kamen, ist nicht dokumentiert. Klar ist für den langjährigen Weggefährten Hans Plum jedoch, „dass er unglaublich viel für unsere Stadt gemacht hat“. In den 80ern, als die Menschen schwer an den Folgen der 1975 dicht gemachten Zeche Carl Alexander krankten, „hatte Willi Linkens mir gegenüber das Ziel formuliert, 2500 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Jetzt sind es sogar 3500 – ein sehr, sehr großer Erfolg“. Der Bürgermeister, der 1985 als Stadtdirektor im Rathaus angeheuert hatte, sei „ein Mann der Tat, ein umgänglicher Mensch, ein Segen für Baesweiler. Ich wünsche ihm zum 60. von Herzen alles Gute.“

Den unermüdlichen Wirtschaftsförderer Willi Linkens weiß auch Ex-MdB Hans Peter Schmitz (1972 bis 2002) zu schätzen. Nach dem Tod des Steinkohlebergbaus habe er gemeinsam auch mit Linkens „stets an vorderster Front für den Strukturwandel gekämpft“ und diesen auch geschafft. Dabei sei die Zusammenarbeit stets „hervorragend und vertraulich gewesen“. Der damalige Stadtdirektor und heutige Bürgermeister, Spross einer Bäcker-Familie, sei durch christliche Werte und Überzeugungen geprägt, besteche durch Zuverlässigkeit und sei „ein Glücksfall für die Stadt Baesweiler“. Schmitz, der Linkens seit frühester Jugend kennt: „Ich wünsche ihm zum Geburtstag, dass er sein fröhliches Herz behält und den Menschen noch lange erhalten bleibt.“

„Menschlichkeit, Herzlichkeit, eine innige Nähe zu Bürgern und Mitarbeitern“ – dies schreibt Peter Strauch, Erster und Technischer Beigeordneter der Stadt Baesweiler, dem Geburtstagskind zu. Seit mittlerweile 21 Jahren bilden Strauch und Linkens jenes erfolgreiche Gespann in der Stadtverwaltung, das die Kommune bislang noch durch jede so schwierige Situation geführt hat. „Zwischen uns herrscht blindes Vertrauen, wir sind unheimlich gut aufeinander eingestimmt – das macht unsere Verwaltung letztlich so stark“, sagt Strauch.

Dr. Willi Linkens sei „eine starke Persönlichkeit, er hat immer seinen Standpunkt“. Dabei „will er immer andere Meinungen hören, abwägen und einbeziehen“. Für die Zukunft wünscht Weggefährte Peter Strauch dem Bürgermeister, „dass er es sich selbst erlaubt, für sich selber und seine Familie da sein zu können und zu dürfen“. Linkens sei ein Mensch, „der rund um die Uhr für Baesweiler da ist. Das reibt auf...“

Aufreibende Verhandlungen und Gespräche hat der ehemalige Landrat des Kreises Aachen, Carl Meulenbergh, zur Genüge mit Dr. Willi Linkens geführt – „und diese liefen allesamt intensiv, innovativ, kooperativ und zukunftsorientiert ab“, erinnert sich der Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins. „Es ist viel mehr als ein Verhältnis von Landrat zu Bürgermeister entstanden, es ist eine Freundschaft gewachsen.“ Stets habe Linkens („Hartnäckigkeit, Zielstrebigkeit und Konsequenz zeichnen ihn aus“) die Zukunft im Blick. „So hat er mich immer darin unterstützt, einen soliden Kreishaushalt aufzustellen, er hat mit großem Erfolg für die Region richtungsweisende Projekte wie die Euregionale 2008 vorangetrieben.“

Linkens waren vor der Gründung der Kreis-Aachen-Nachfolgerin Städteregion Aachen beste Chancen auf die Position des Städteregionsrats – also des Landrat-Nachfolgers – zugeschrieben worden. Er hatte sich aber dafür entschieden, weiter als Bürgermeister wirken zu wollen. „Dafür wünsche ich ihm weiterhin großes politisches Fortune und gute Gesundheit“, betont Carl Meulenbergh.

Rolf Beckers, Urgestein und Chef der Baesweiler Grünen, hat die 60 schon erreicht. Auch sonst gibt es Gemeinsamkeiten mit dem Baesweiler Bürgermeister, der bei den Wahlen 1999, 2004 und 2009 jeweils sagenhafte rund 90 Prozent Zustimmung bei den Bürgern gefunden hatte: „1984 zog ich in den Rat ein, Linkens wurde 1985 Stadtdirektor. Wir haben seitdem eine offene, kollegiale Zusammenarbeit bei gegenseitigem Respekt“, sagt Beckers. Linkens zeichne sich durch „Respekt vor einer anderen Meinung, Kollegialität und Hartnäckigkeit“ aus. „Wir waren und sind oft gegensätzlicher Meinung, aber gehen immer fair miteinander um.“ Beckers wünscht dem Bürgermeister, der ein glühender Fußballfan des FC Bayern ist, „eine glückliche Hand zum Wohle der Stadt Baesweiler“.

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