Nordkreis - „Programm wird umgekrempelt, denn die Kirmes gehört ins Zelt“

„Programm wird umgekrempelt, denn die Kirmes gehört ins Zelt“

Von: ssc
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Wilfried Menke

Nordkreis. Die Beggendorfer Kirmes wechselt ihren Standort von der Bürgerhalle ins Festzelt. Zu den Gründen für diese Entscheidung äußert sich Wilfried Menke, Sprecher der Beggendorfer St.-Hubertus-Schützen, im Interview. Er erklärt das neue Konzept für die Kirmes.

Raus aus der Bürgerhalle, rein ins Zelt – warum wollen Sie die Kirmes in Beggendorf wieder verlegen?

Menke: Weil der Zuspruch der Bevölkerung sinkt. Seit die Halle 2008 eröffnet wurde, haben wir unsere Kirmes dort gefeiert. Aber so richtig angenommen wurde das nicht. Wir sind öfter angesprochen worden: „Eine Kirmes gehört doch ins Zelt!“ Auch die Kirmesbestücker mit ihren Buden und Fahrgeschäften wollten zuletzt nicht mehr an diesen Standort kommen. Also werden wir die Kirmes jetzt komplett umkrempeln.

Eine schwere Entscheidung?

Menke: Es hat bei der jüngsten Generalversammlung eine längere Diskussion gegeben, nachdem der Vorstand sein Konzept vorgestellt hat. Aber am Ende des Abends stand dann ein einstimmiger Beschluss.

Wie sieht das neue Konzept denn aus?

Menke: Zurück auf den alten Platz: auf die Festwiese an der Kirche. Am Freitag, 16. Mai, geht es im Zelt mit einer Party und dem Sound der 1990er Jahre los. Auch am Samstag gibt es eine Party mit Stimmungs- und Schlagermusik. Am Sonntag soll es ein Frühschoppenkonzert und einen Umzug geben und am Montag einen Klompenball auch mit den Kindergarten- und Schulkindern.

So weit, so bewährt. Aber braucht es denn heute nicht zusätzlich große Zugpferde auf der Bühne, um das Publikum anzulocken?

Menke: Wer soll die denn bezahlen? Einen Schlagerabend wie früher können wir uns nicht mehr leisten. Im Grunde ist eine Kirmes für die Schützen ein Zuschussgeschäft, Geld kommt nur beim Vogelschuss in die Kasse. Aber es ist eine Tradition, an der wir festhalten wollen – auch wenn die Umstellung jetzt mit großem Aufwand verbunden ist.

Haben Sie überhaupt genug Helfer, die das schultern können?

Menke: Ja. Da sind wir gut aufgestellt. Bei der Generalversammlung hat Jungschützenmeisterin Michaela Steimel zur Freude aller gesagt, dass es auch Zuwachs in ihrer Abteilung gibt. Wir blicken also ganz optimistisch in die Zukunft.

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