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Profitable Entwicklung für SC Rot-Weiß

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:

Alsdorf. Die Nachricht vom Basisbeschluss für ein Schulzentrum am Annapark einschließlich Neubauten für Realschule und Gymnasium hat viele Bürger/innen und gesellschaftliche Gruppen auf die kommende Entwicklung gespannt gemacht.

Die Energieeffizienz wird allgemein begrüßt. Fragen werden noch gestellt, ob die Finanzierung (ca. 35 Millionen Euro) sicher ist und ob der Sportclub Rot-Weiß wirklich vom neuen System profitieren kann.

So erinnert beispielsweise der SPD-Ortsverein Busch/Zopp/Wilhelmschacht an seinen Bürgerantrag vom 26. April 2008 mit dem Ziel, die Platzverhältnisse für den SC an der Herzogenrather Straße zu verbessern.

„Die bisherigen Beratungsergebnisse im zuständigen Ausschuss sind für uns unbefriedigend”, wiederholte Vorsitzender Simon Robert am Dienstag. Er hält die Anlage des Schulzentrums am vorgesehenen Platz grundsätzlich „für Alsdorf die richtige Entscheidung”.

Auch dass ein eventuell fehlender offener Sportplatz für die Schulen mit dem Platz von Rot-Weiß in Verbindung gebracht wird, wie die „Nachrichten” am 23. Januar formulierten, hat Simon Robert mit Genugtuung registriert.

Platz für offenen Schulsport

Dem Bürgermeister hat die SPD mit Datum vom 24. Januar geschrieben: „Wir möchten Sie bitten, in den weiteren Beratungen und Planungen zum Neubau Gymnasium/Realschule unbedingt die Ertüchtigung des Platzes von Rot-Weiß Alsdorf einzufordern, damit dort auch der Schulsport durchgeführt werden kann.”

Der umgekehrte Weg wäre für Simon Robert auch gangbar, nämlich einen neuen Sportplatz an der Schule für den SC Rot-Weiß mit nutzbar zu machen.

Nicht als konstruktive, eher als „Fundamentalopposition” habe sich die Grünen-Fraktion gezeigt, als das Schulzentrum im Hauptausschuss diskutiert worden sei. Diese Meinung vertritt SPD-Kreistagsabgeordneter Jürgen Neesen.

„Die mit der Mehrheit von CDU und SPD beschlossene Neubauvariante ist alternativlos, wenn man die beiden weiterführenden Schulen in Alsdorf zukünftig mit einer vernünftigen Perspektive sichern will”, betont der Kellersberger.

Der Stopp aller Sanierungsmaßnahmen an den jetzigen Standorten in Ofden heiße auch: Sie ist in einem überschaubaren Zeitraum mit eigenen Finanzmitteln nicht zu stemmen, laufe einem geordneten Schulbetrieb völlig zuwider.

Dann: „Schulstadt Alsdorf ade!”, meint Jürgen Neesen.

„Gelten bei den Alsdorfer Grünen andere Maßstäbe?Ó, fragt der Sozialdemokrat. Mit den Neubauten der beiden Schulen, gefördert mit erheblichen Summen durch das Land NRW, wird „die Energieeinsparverordnung eins zu eins umgesetzt”. Eine ökologisch orientierte Baumaßnahme, „die gerade die Grünen begeistern müsste”.

„Keine Informationen”

Die Grünen aber bleiben dabei, dass selbst nach der Diskussion im Hauptausschuss über das neue Schulzentrum Fragen sowohl inhaltlicher Art als auch nach der Vorgehensweise offen bleiben. „Keine Informationen bis zur Sitzung, zurückgehaltene Schreiben der Bezirksregierung seit Ende November, Gespräche mit Entscheidungsträgern ohne Beteiligung der Opposition.

Da kann von Demokratie wirklich nicht die Rede sein”, wirft Marcel Wijnandts, sachkundiges Fraktionsmitglied der Grünen, den Beteiligten vor.

Das Projekt Neubau Gymnasium und Realschule „mit großzügiger jedoch noch fragwürdiger Landesförderung” umzusetzen, sei für viele verlockend, „aber große Bedenken und Bauchschmerzen bereitet mir persönlich die Frage der Finanzierung”, lenkt Marcel Wijnandts ein.

Es werde von Fördermöglichkeiten in zweistelliger Millionenhöhe gesprochen; wäre denn gewährleistet, diese auch zu bekommen? Kann die städtische Tochtergesellschaft IGA den Eigenanteil Alsdorf, also rund 20 Millionen Euro, überhaupt stemmen? Und kommt man mit diesem Betrag überhaupt hin?

„Zahlen existieren bislang keine, schriftliche Zusagen des Landes auch nicht. Aber Jubel allerorten”, warnt der Grünen-Sprecher vor zu viel Euphorie.

Als es noch um eine Modernisierung der Realschule und des Gymnasiums ging, wären Anträge der Grünen wie auch der CDU, für beide Schulen Fördermittel für energetische Erneuerung zu zahlen, abgelehnt worden. In Baesweiler und Würselen aber, wundern sich die Grünen, habe das funktioniert.
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