Baesweiler - Politiker und Promis liefern reichlich Stoff

Politiker und Promis liefern reichlich Stoff

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
Frontalangriff: Frank Küster
Frontalangriff: Frank Küster nahm in der Reihe „Kultur nach acht” aktuelle Ereignisse und deren Protagonisten aufs Korn. Foto: Gerhards

Baesweiler. Drei Monate ist es her, dass Frank Küster in der Reihe „Kultur nach acht” vor dem Publikum im Kulturzentrum Burg Baesweiler stand. Nun unterhielt er erneut mit witzigen Pointen zum aktuellen Geschehen in der Republik und der Welt. Seither lieferten Politiker und Prominente ihm genügend Stoff für sein Programm.

„Als wir uns beim letzten Mal hier trafen, war die Welt noch in Ordnung. Die Atomenergie befand sich noch in den dafür vorgesehenen Behältern, die FDP wurde noch von einem Bundesaußenminister geführt und Versicherungen galten als bieder.” Angesichts der TV-Bilder von der Kernkraftkatastrophe im japanischen Fukushima fühlte sich der Katholik an die Papstwahl erinnert. „Mal steigt schwarzer Rauch auf, mal weißer. Und keiner weiß, was drinnen passiert.”

Warum Osama gefunden wurde

Auch was tatsächlich im Versteck des Terror-Führers Osama bin Laden passierte, blieb der Öffentlichkeit weitgehend verborgen. Doch dass der US-Geheimdienst ihn aufspürte, ist für Küster nur folgerichtig. „Osama Bin Laden hatte keinen Internet- und Telefonanschluss, um nicht aufzufallen.” Doch das wurde ihm zum Verhängnis: „Man hat ihn gefunden, weil er der einzige ohne Internet- und Telefonanschluss war.” Das, folgerte Küster, sei ein dilettantischer Fehler. „Das ist genauso, als würde man in ein rheinisches Brauhaus gehen und kein Bier bestellen, um nicht aufzufallen.”

Aufsehenerregend war auch der Eurovision Song Contest in Düsseldorf. Dafür musste die Metropole am Rhein jedoch tief in die Tasche greifen. „Düsseldorf hat enorm viel Geld ausgegeben, um zu Ruhm und Ehre zu kommen. Aber dafür ist die Stadt nun auch zu Weltruhm gelangt - zumindest innerhalb Europas.”

„Belästigungsskandal”

Weltbekannt ist nun auch IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn. Vielleicht auch dank seiner Ausreden im Belästigungsskandal: „Das war ein interessanter Standpunktwechsel”, sagte Küster. Seine Argumentation reichte von: „Ich war zur fraglichen Zeit gar nicht dort.” Bis hin zu: „Es handelte sich um einvernehmlichen Sex.”

Als Gast in der „Küster-Nacht” trat Nils Heinrich auf. Der Träger zahlreicher Kleinkunstpreise animierte das Publikum bei seinem Ehec-Song „Lebensmittelvergiftung” auch gleich zum Mitsingen - und dem konnte sich keiner entziehen: „Meine Ohren wurden in der DDR ausgebildet, die hören alles”, warnte der ostdeutsche Künstler.

Heinrich erinnerte sich daran, dass er 1989 auf die Straße ging, um für den Kapitalismus zu demonstrieren. Doch das habe sich nicht in der Form ausgezahlt, wie er sich damals vorstellte: „Ich wollte exotische Südfrüchte essen. Heute weiß ich, dass ich dagegen allergisch bin.”
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