Herzogenrath - Pogromnacht: Bühnenstücke, Schweigemarsch und ein Konzert

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Pogromnacht: Bühnenstücke, Schweigemarsch und ein Konzert

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Herzogenrath. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ließen die nationalsozialistischen Machthaber die Synagogen von ihren Helfern in Brand setzen.

Jüdische Bürger wurden misshandelt, ihre Wohnungen und Geschäfte demoliert. Tausende Menschen wurden verhaftet und in die Konzentrationslager Buchenwald und Sachsenhausen deportiert. Auch in Herzogenrath kam es zu Übergriffen. Dem Novemberpogrom waren jahrelange Ausgrenzung, behördliche Erfassung und Kriminalisierung von Menschen aufgrund rassistischer und politischer Feindschaft vorausgegangen.

Der 9. November markierte den Beginn der Massenvernichtung von Millionen Menschen. Das darf sich nie wiederholen! Deshalb findet in der Stadt Herzogenrath seit vielen Jahren am Abend Jahrestag eine Mahn- und Gedenkveranstaltung statt, zu der alle Bürger eingeladen sind. Beginn ist am Dienstag um 18 Uhr im Soziokulturellen Zentrum „Klösterchen”, Dahlemer Straße 28. Es wird der ermordeten Juden Herzogenraths und aller Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht. Das Aixpertentheater präsentiert zwei Theaterstücke.

Gedichte in Landessprache

Gegen 18.45 Uhr ziehen die Gäste schweigend zum Mahnmal für die Opfer des Holocausts aus Herzogenrath vor dem Rathaus. Erstmalig werden in diesem Jahr über 100 Jugendliche aus allen Teilen der Welt, die sich anlässlich der Euriade-Woche des Dialogs in Eurode aufhalten, an der Gedenkveranstaltung auf dem Rathausvorplatz teilnehmen. Fünf von ihnen werden ein Gedicht in ihrer Landessprache vortragen: in Russisch, Deutsch, Französisch, Englisch und Niederländisch. Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums tragen zudem Texte über das Schicksal der jüdischen Familie Goldsteen vor, die ihre Wurzeln in Kohlscheid hat. Bürgermeister Christoph von den Driesch wird nach einer Gedenkminute im Namen aller Blumen niederlegen.

Um 20.15 Uhr beginnt auf Burg Rode ein Konzert unter dem Titel „Eine Begegnung mit Frdric Chopin und Robert Schumann” mit den Künstlerinnen Luisa Imorde, Tamara Serikova, Elmira Sayfullayeva und Katsiarina Minkhal. Die Veranstaltung wurde von der Stichting Euriade, dem Arbeitskreis gegen das Vergessen Herzogenrath und dem Verein Burg Rode organisiert. Eintritt frei.
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