Podiumsdiskussion: „Alsdorf in Bewegung”

Von: ks
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Wird sich mit Ringschluss der
Wird sich mit Ringschluss der Euregiobahn und dem Bau des Kultur- und Bildungszentrums noch mehr als bisher zum Drehkreuz des ÖPNV in Alsdorf entwickeln: der Bereich Annapark. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Die Veränderung kommt auf Rädern daher, gummiert und stahlgehärtet. Sie wird Zug um Zug, Halt für Halt umgesetzt. Der Öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) in Alsdorf wird per Bahn und Bus neu verknüpft, neu und enger vertaktet.

Der anstehende Ringschluss der Euregiobahn Richtung Stolberg eröffnet neue Chancen für Alsdorf, wird vorhandene Siedlungen verkehrstechnisch besser erreichbar, Gewerbe wettbewerbsfähiger und Neubaugebiete und -ansiedlungen leichter machen. Vor allem der geplante Bau des Kultur- und Bildungszentrums am Langhaus, also die Verlagerung von Gymnasium und Realschule von Ofden in die City, das geplante Augenarztzentrum, neue Firmen und neues Wohnen, das Projekt Soziale Stadt und anderes mehr werden die Mitte in Alsdorf endgültig anders definieren. Und das alles binnen weniger Jahre. Wo früher das schwarze Herz schlug, Steinkohle gefördert und Koks gedrückt wurde, wird endgültig eine neue Infrastruktur Einzug halten. Die Signale stehen auf Grün - und auch die vielen Ortschaften Alsdorfs wollen besser erreichbar sein.

Mobilität ist in aller Munde. Reichlich Gründe für den Förderverein Stadtmarketing Alsdorf und unsere Zeitung, gemeinsam das nun schon 7. Stadtgespräch zu organisieren. Thema diesmal: „Alsdorf in Bewegung - Unterwegs mit Bus und Bahn”, Termin: 23. Mai, 19.30 Uhr, Stadthalle (siehe Info). Denn die eine Seite ist die Planung der Veränderungen durch die Verwaltung und Rat, die Partner des ÖPNV und die übergeordneten Behörden. Die andere Seite wird bestimmt durch Belange der betroffenen Bürger. Die sollen beim Stadtgespräch die Möglichkeit haben, nachhaltig ihre Sicht der Dinge, ihre Wünsche und Kritik einzubringen.

Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg ist engagierte Stadtplanerin, hat sich zum Beispiel bei der Erstellung des Leitbilds für Alsdorf zum Thema Stadtbild und Verkehr stark engagiert. Von Arbeitnehmern und ihren Familien werde immer mehr Flexibilität und damit Mobilität erwartet, um im Wettbewerb um Arbeitsplätze bestehen zu können, sagt sie. Darauf müssten (Wohn-)Kommunen klare und gute Antworten geben können, um im Wettbewerb um Einwohner bestehen zu können. Gefragt werden müsse jedoch, „wie viel ÖPNV können wir uns leisten?” Bei allen Maßnahmen, bei allen Verbindungen müsse immer wieder grundlegend darauf geachtet werden, „dass möglichst viele Leute davon profitieren”. Mit Bus- und Bahnhaltepunkten sei es nicht getan. Die Infrastruktur müsse jeweils angepasst werden, etwa durch Park & Ride-Plätze, wie der jetzt an der Prämienstraße anzulegende (50 Stellplätze). Es gehe aber auch um die Belange von Fußgängern und des Individualverkehrs inklusive Fahrradfahrer.

Die Beigeordnete weist auf die große Bedeutung der Machbarkeitsstudie zum Anschluss von Baesweiler ans Netz der Euregiobahn hin, dessen Ergebnis in den nächsten Wochen erwartet wird. Klar spricht sie sich für die Wiederbelebung des Stichs der alten Strecke via Mariagrube Richtung Siersdorf (Gemeinde Aldenhoven) aus, weil dadurch nicht nur Baesweiler, sondern eine Reihe von wichtigen Einzugsgebieten Alsdorfs profitieren würden - und verweist auf die mögliche Förderung durch das Land, wenn man sich beizeiten auf eine Lösung verständigt.

Das Stadtgespräch zum Thema „Alsdorf in Bewegung - unterwegs mit Bus und Bahn” beginnt am Mittwoch, 23. Mai, um 19.30 Uhr im Foyer der Stadthalle Alsdorf. Der Eintritt ist frei.

Die Gäste auf dem Podium sind; Hans Joachim Sistenich, Geschäftsführer der Aachener Verkehrsverbund GmbH (AVV); Thomas Fürpeil, Geschäftsführer der Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS); Michael Bienick, Fahrgastverband Pro Bahn; Ralf Oswald, Verkehrsclub Deutschland (VCD), Kreisverband Aachen-Düren; Rene Hommelsheim, Schüler der Gesamtschule Alsdorf, und ein(e) Vertreter(in) der Stadt Alsdorf. Moderatoren sind der Vorsitzende des Fördervereins Stadtmarketing Alsdorf, Peter Steingass, und unser Redakteur Karl Stüber.

Anregungen und Fragen zum Thema Öffentlicher Personennahverkehr in Alsdorf und zu der Podiumsdiskussion können Sie, liebe Leser, schriftlich einreichen. Entweder per Brief an die Lokalredaktion unserer Zeitung, Luisenstraße 16, 52477 Alsdorf, als E-Mail an k.stueber@zeitungsverlag-aachen.de oder als Fax an 02404/5511-49.

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