Herzogenrath - Platz für alte Menschen und Familien

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Platz für alte Menschen und Familien

Von: Udo Kals
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Weitere Wohneinheiten sollen gegenüber dem Herzogenrather Rathaus entstehen. Foto: Sevenich

Herzogenrath. Ob Haustüren, die per Knopfdruck mit einem Elektroschlüssel geöffnet werden können, Ladestationen für Elektrorollstühle oder Bewegungsmelder in den Wohnungsfluren - allerlei pfiffige Ideen werden in dem neuen seniorengerechten Wohnprojekt der Gemeinnützigen Wohnungsbau der Städteregion (GWG) für Senioren in Herzogenrath umgesetzt.

Denn nicht nur GWG-Geschäftsführer Dr. Axel Thomas weiß, dass altersgerechtes Wohnen besonderer Planung bedarf. „Wenn beispielsweise eine alte Dame mit einem Rollator unterwegs ist, dann ist es für sie oftmals schwierig, die Haustüre zu öffnen. Mit einem Schlüssel wie beim Auto ist das viel einfacher.” Eine Sozialstation der AWO und eine Tagespflegeinrichtung ergänzen das Angebot am Raderfeld.

Dass es angesichts des demographischen Wandels für seniorengerechtes Wohnen einen großen Markt gibt, davon ist Thomas spätestens seit diesem Neubauprojekt überzeugt.

„Wir sind von der Nachfrage überrannt worden. Alleine aufgrund eines Bauschilds hatten sich anfangs über 100 Interessenten bei uns gemeldet.” Dabei habe man auf eine sozial ausgewogene Bewohnerschaft geachtet, sagt der GWG-Chef. Je zur Hälfte sind die zwischen 50 und 65 Quadratmeter großen Einheiten frei finanziert (Mietpreis 6,10 Euro pro Quadratmeter) und öffentlich gefördert (Mietpreis 4,85 Euro pro Quadratmeter).

22 Wohneinheiten gegenüber dem Rathaus sind bereits bewohnt, weitere 15 werden zum 1. Oktober bezogen. Doch damit soll in dem Neubaugebiet noch nicht Schluss sein. Denn der Bau von drei Einfamilienhäusern für einkommensschwache Mieter rundet die GWG-Initiative für mehr Wohnraum für alte Menschen und Familien ab. Im Sommer werden die Bagger für die Eigenheime rollen, die von Inhabern von Wohnberechtigungsscheinen gemietet werden können.

Erschwingliche Miete

Zwar haben es früher schon einmal solche Projekte gegeben. Aber laut GWG-Chef Thomas ist dies derzeit einmalig in der Region. „Bei der Schaffung von sozialem Wohnraum ist der Bau von Eigenheimen in den vergangenen Jahren von vielen Seiten vernachlässigt worden”, betont auch der städteregionale Baudezernent Uwe Zink. Das soll sich nun - zunächst auf kleiner Flamme - ändern. Zwei 100-Quadratmeter-Häuser sind für Familien mit zwei Kindern, ein 112-Quadratmeter-Haus für eine Familie mit drei Kindern vorgesehen. Bei Kosten von 4,85 Euro pro Quadratmeter liegen die Mietpreise je Reihenhaus bei rund 500 Euro. Und Thomas betont, dass durch die energieoptimierte Bauweise die zweite Miete nicht zu hoch ausfalle. Dabei sind die Häuser als Anfang gedacht, um die Wohnsituation für Familien mit Kindern in der Städteregion zu verbessern.

Und wer weiß, sagt Thomas: „Wenn unser Modell funktioniert, könnte es auch in einer größeren Auflage umgesetzt werden.” In ummittelbarer Nachbarschaft gibt es bereits Nachahmer. So wird in Setterich ein ähnliches Projekt durch die Baugenossenschaft Baesweiler umgesetzt.
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