Würselen - „Pius am Mittwoch“: Hohe musikalische Ansprüche erfüllt

„Pius am Mittwoch“: Hohe musikalische Ansprüche erfüllt

Von: ehg
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„Pius am Mittwoch“ bot „Rèveries“: Das Duo „Cantanegra“ – Katharina Blasel, Violine, und Nina Schwarz, Gitarre – spielte überzeugend.

Würselen. Mit „Rèveries“ (Träumereien) startete „Pius am Mittwoch“ im Pfarrheim an der Ahornstraße in die zweite Jahreshälfte. In eine traumhaft schöne musikalische Welt entführte das junge Duo „Cantanegra“ – Nina Schwartz (Gitarre) und Katharina Blasel (Violine) – die recht zahlreichen Besucher.

Virtuos stellten sie ihre technische Versiertheit und ihre musikalischen Gestaltungsfähigkeiten auf ihren Instrumenten unter Beweis. 90 Minuten lang durften die begeisterten Besucher ihre Seele dabei baumeln lassen. Sowohl im melodischen Zusammenspiel als auch bei den solistischen „Einlagen“ genügten sie hohen musikalischen Ansprüchen. Gitarre und Geige bildeten ein ungewöhnliches Duo mit einer außergewöhnlichen Klangschönheit.

Klangvolle Symbiose

Eine erste Kostprobe ihres Könnens lieferten Nina Schwartz und Katharina Blasel mit der „Sonata I“ des Italieners Niccolò Paganini ab, des berühmtesten Geigenvirtuosen seiner Zeit, der auch für die Gitarre komponierte. Der Kontrast dazu war „Reflexoes No. 3“ von Jaime Mirtenbaum Zenamon. Die Besucher machten Bekanntschaft mit einem Gitarrenkomponisten, der 1953 in Bolivien geboren wurde, von 1980 bis 1992 an der Berliner Musikhochschule dozierte und heute in Brasilien lebt, nachdem er musikalisch die halbe Welt bereist hat. Die beiden Instrumente gingen bei seinem außergewöhnlichen Stück eine klangvolle Symbiose ein.

Die jungen Musikern brillierten auf Gitarre und Geige genauso, als sie eine Komposition des spanischen Komponisten Isaac Albeniz mit leicht melancholischen Grundtönen zu Gehör brachten. Sein Titel: „Mallorca“. Solistisch setzte sich dabei die Gitarre prächtig in Szene. Gezeichnet wurde ein Bild von der bekannten Sonneninsel fernab des Massentourismus mit ihren landschaftlichen Schönheiten und seinen kulturellen Errungenschaften. Wer da nicht zu träumen begann!

„Tango Nuevo“ interpretiert

Schließlich kam der französische Komponist des Impressionismus Claude Debussy zu „Wort“. Es erklang „Rèverie“ – das romantische Werk, mit dem das Duo den facettenreichen Streifzug durch die verschiedenen Epochen „übertitelt“ hatte.

Nach der Pause stießen Nina Schwarz und Katharina Blasel die Tür zu weiteren traumhaften und träumerischen Melodien weit auf. Bekanntschaft machten die Besucher mit einem für sie recht unbekannten Komponisten: Jacques Ibert, der von 1890 bis 1962 in Paris lebte, studierte und erfolgreich musikalisch in Erscheinung trat. Das vielseitige Duo brachte dessen Stück „Entrácte“ dar, ein Zwischenspiel eines Bühnenstücks vor geschlossenem Vorhang.

Seinen glanzvollen Höhepunkt erreichte das Konzert mit den temperamentvollen Stücke des argentinischen Bandoneon-Spielers und Begründers des „Tango Nuevo“, Astor Piazolla. Die jungen Musikerinnen lebten sich auf ihren Instrumenten aus und versetzten ihr Publikum in Verzückung, als sie mit ihm musikalisch durch Bordelle, Cafés und Nightclubs der Jahre 1900, 1930 und 1960 „wandelten“.

Da durfte der „Libertango“ nicht fehlen, der das Publikum unsanft aus seinen süßen Träumen riss. Keine Frage: Es war ein gelungener Auftakt der zweiten Jahreshälfte. Weiter geht es im Programm am Sonntag, 7. September, um 20 Uhr mit einer „Sommerserenade“. Ein weiteres Mal zu Gast sein wird der „Junge Chor“ Aachen unter der Leitung von Professor Fritz ter Wey mit René Rolle und Thorsten Krause am Klavier sowie Martin Busch (Klarinette). Dargeboten wird ein romantischer Strauß mit Werken von Johannes Brahms und Robert Schumann.

Am Sonntag danach, am 14. September, findet um 18 Uhr in der Kirche St. Pius X. ein Benefizkonzert für den Würselener Kinderschutzbund statt. Ehemalige und Mitglieder des Jugendchors des Städtischen Gymnasiums werden Stücke aus ihren Lieblingsmusicals zu Gehör bringen. Die musikalische Leitung hat Dirk Beyer.

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