Herzogenrath - Piraten wollen politische Willensbildung der Bürger fördern

Piraten wollen politische Willensbildung der Bürger fördern

Von: mabie
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BU 1 (Bild 1): Kai Baumann, Thomas Göttgens und Stefan Kuklik (v.l.) sind die Gesichter der Piratenpartei in Herzogenrath. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Eine kommunalpolitische Vision, die über eine Wahlperiode hinausgeht: Das ist das erklärte Ziel der Piratenpartei in ihrem Wahlprogramm für Herzogenrath. „Wir wünschen uns, dass sich alle Parteien über alle politischen Unterschiede hinweg auf ein langfristiges strategisches Ziel für Herzogenrath einigen können“, sagt Stefan Kuklik als einer der Bewerber um Sitz und Stimme im Stadtrat.

Eine Stadt der Bürger wollen die Piraten schaffen, Mitbestimmung steht für sie nicht nur bei ihren regelmäßigen Stammtischen ganz oben auf der Agenda. Mit dem „OpenAntrag“ – einer Möglichkeit für Bürger, sich über online eingebrachte Anträge an die Partei aktiv an der politischen Willensbildung zu beteiligen – soll der Weg beispielsweise für einen von der Bürgerschaft mitgetragenen Haushalt geebnet werden.

Eine transparente Ratsarbeit mit einem auch für Laien verständlich lesbaren Haushaltsplan könne ihrer Ansicht nach ebenfalls zur Bürgernähe beitragen. „Bereits die Planung eines Bürgerhaushalts bedarf des Engagements und der Beteiligung aller“, sagt auch Piraten-Ratskandidat Kai Baumann.

Er ist vor wenigen Tagen mit einem aus alten Wahlplakaten gebauten symbolischen „Trojanischen Pferd“ vom Wochenmarkt in Herzogenrath-Mitte bis zum Rathaus gezogen. Ziel der im Wortsinn plakativen Aktion war es, die Notwendigkeit der Bürger aufzuzeigen, sich noch aktiver ins Rathaus respektive das kommunale Leben einzubringen.

Ausgehend von der Beteiligung der Menschen, haben die Piraten mit Herzogenrath aber noch mehr im Sinn. Die Etablierung eines Kinos in der Stadt würde wenig Sinn machen, meinen sie mit Blick auf die Konkurrenz etwa in Alsdorf. Allerdings wäre ein Indoor-Spielplatz ein attraktives Ausflugsziel, auch, weil es in der näheren Umgebung zumindest auf deutscher Seite der Grenze so eine Einrichtung noch nicht gebe.

Hilfe zur Selbsthilfe und die genossenschaftliche Förderung von Stadtteilen mit schwacher Infrastruktur schlagen die Piraten vor, um die Nahversorgung für alle zu sichern.

Die Lage der Stadt mit den drei Zentren in der Mitte Europas verstehen sie als Chance, durch mehrsprachige Beschilderungen an zentralen Stellenkönnte dies auch äußerlich greifbar werden. Ein Solarkataster, Blockheizkraftwerke für neue Baugebiete und nicht zuletzt ein saniertes und ausgebautes Radwegenetz könnten am Technologiestandort Herzogenrath die Lebensqualität stärken. Hineinspielen könnte dabei auch ein Plus an Wohnraum für Studenten, ein geförderter und besser vernetzter Nahverkehr, sowie freie WLAN-Zugänge für alle Bürger.

Ein Mehr an werbenden Plakaten sehen sie allerdings angesichts der aktuellen Flut von Gesichtern an den Straßenränden als überflüssig an. „Man wird dann sowieso kaum noch wahrgenommen“, sagt Kai Baumann.

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