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Pilotprojekt in Herzogenrath: Kurlotsinnen

Von: bea
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Nehmen sich der Sorgen und Nöte überforderter Eltern an: (v.l.) Angelika Geisberger und Martina Mikkin (Altes Zollhaus), Sonja Gysbers-Krause (St. Thekla) sowie Marianne Michalk (Roda Kindertreff) freuen sich auf ihre neuen Aufgaben in den Familienzentren. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. „Wir spüren die Probleme der Eltern hautnah“, sagt Ursula Mingers, Leiterin des Familienzentrums St. Thekla in Merkstein. Und die sind keinesfalls geringer geworden, im Gegenteil: Immer mehr Familien sind Belastungssituationen ausgesetzt, durch Trennung, Burnout, Arbeitslosigkeit, Verschuldung.

Mit der Überforderung wächst das gesundheitliche Risiko vor allem für die Mütter, die meist die Hauptlast des familiären Lebens schultern. Gerade die Alleinerziehenden unter ihnen bedürfen oft professioneller Unterstützung. Um Familien wieder zu gut funktionierenden Einheiten zu machen, in denen jeder, klein oder groß, zu seinem Recht kommt, bedarf es auch eines alltagstauglichen Gesundheitsangebots.

„Speziell auf die Bedürfnisse von Eltern und Kindern zugeschnitten sind etwa die Mutter-Kind-/Vater-Kind-Kuren des Müttergenesungswerks“, sagt Monika Jentzen-Stellmach, Koordinatorin von „Moliri“, der Servicestelle für Familiengesundheit beim Caritasverband. Um Eltern die nötige Orientierung zu bieten, hat „Moliri“ in Herzogenrath bistumsweit ein Pilotprojekt gestartet, ergänzend zum 2008 im Rathaus geknüpften „Netzwerk frühe Hilfen“ und in Kooperation mit den drei Familienzentren: in Person von vier eigens geschulten ehrenamtlichen Kurlotsinnen.

Zweimal monatlich stehen nun Marianne Michalk im Roda-Kindertreff (Info Telefon 02406/5333), Sonja Gysbers-Krause in St. Thekla (Telefon 02406/986414) sowie Angelika Geisberger und Martina Mikkin im Alten Zollhaus (Telefon 02407/7433) ratsuchenden Eltern zur Verfügung. Sie knüpfen die ersten Kontakte, weisen mögliche Wege zur Hilfe auf und sind nicht nur per moderner Medien dicht mit der hauptamtlichen Kurberaterin vernetzt, verweist Jessica Hugot, Leiterin des Kompetenzfelds Familie bei der Caritas, auf die guten Erfahrungen mit dem Ehrenamt. Infoflyer gibt es in den Kitas, bei Kinderärzten und an der Infothek des Rathauses, wie Bernd Krott vom Jugendamt sowie Birgit Kuballa, Koordinatorin des lokalen Bündnisses für Familie, erläutern.

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