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„Philosophieren mit Kindern” mit Baesweiler Autorin

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
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Kinder haben viele Fragen: Autorin Margret Nußbaum sprach über kindlichen Wissensdurst. Foto: D. Gerhards

Baesweiler. Das kennt wohl jede Mutter und jeder Vater: Sobald Kinder sprechen können, fragen sie einen Löcher in den Bauch. Schließlich haben die Kleinen einen kaum zu stillenden Wissensdurst. Über den Umgang mit Kinderfragen sprach die Baesweiler Autorin Margret Nußbaum jetzt im Familienzentrum St. Petrus.

Zwar trug die Veranstaltung den Titel „Philosophieren mit Kindern”, doch Nußbaum ging trotzdem ganz praktisch an das Thema heran. Auch ohne Sokrates, Aristoteles oder gar noch schwerere philosophische Kost näherten sich Nußbaum und ihre Zuhörer in einem offenen und unvoreingenommenen Umgang mit Kinderfragen an.

Wenn Kinder etwas nicht verstehen, stellen sie oft Frage auf Frage. Jede Antwort wirft eine neue Frage auf. Versetzt man sich in die Lage der Kinder ist das verständlich. „Dass Drei- bis Sechsjährige ihre Eltern mit Fragen löchern, ist ein gutes Zeichen. Denn die Welt steckt für die Kinder voller Rätsel. Mit ihren Fragen suchen sie nach Orientierung in ihrem Leben. Sie wollen wissen, wer sie sind und stellen existenzielle Fragen”, erklärte Nußbaum.

Ein anderer Blick

Diesen Wissensdrang der Kleinen solle man ernst nehmen und sie auf der Suche nach Antworten begleiten. Dadurch können auch die Eltern einen anderen Blick auf ihr Leben gewinnen. Denn die unbekümmerten Fragen der Kinder helfen „auch einmal, um die Ecke zu schauen”, sagte Nußbaum. Also eigentlich schlichte, alltägliche Dinge zu hinterfragen. Ganz so, wie es Philosophen tun.

Dabei müsse man nicht immer eine perfekt ausgearbeitete Antwort parat haben. Auf die Frage, warum die Sonne scheint, könne man einfach antworten: „Damit es hell und warm ist. Sonst würden wir frieren und die Blumen würden nicht Blühen.” Man könne das Kind auch zum Nachdenken anregen, indem man frage, was es glaube, warum die Sonne scheine. Bei Fragen, auf die es keine konkrete und absolut richtige Antwort gibt, komme das Philosophieren ins Spiel.

Dabei könnten Kinder lernen Dinge, auch mal aus der Perspektive anderer zu sehen. Zudem lernen sie sich auszudrücken und ihre Gedanken frei zu äußern, erklärte Nußbaum. So etwa bei der Frage, was ein Traum ist. Gibt es Träume überhaupt? „Schon, schließlich träumen wir alle. Aber sie sind nicht real.” Eher etwas, wie ein ein Fernrohr in die Seele. „Philosophieren bedeutet, solche Fragen ernst zu nehmen und es den Kindern zu ermöglichen, sich gemeinsam mit anderen auf die Suche nach Antworten zu machen.”
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