Alsdorf - Pfiffige Ideen rund um das Wasser

Pfiffige Ideen rund um das Wasser

Von: Stefan Schaum
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Das ist jetzt erlaubt: Auch während des Unterrichts dürfen die Elisabeth-Schüler trinken. Das soll auch die Konzentration fördern. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Noch vor ein paar Tagen war es einfach da. Hahn aufdrehen - Wasser kommt. So einfach. Doch mittlerweile wissen die Schüler der Alsdorfer Elisabeth-Förderschule, dass es so einfach eben nicht ist. Dass Wasser ein kostbares Gut ist, mit dem sie sorgsam umgehen sollten.

Mit ihren vielfältigen Erkenntnissen rund ums Wasser wollen die Schüler auch beim Wettbewerb „Schüler powern für die Umwelt” der Energie- und Wasserversorgungs-Gesellschaft (EWV) punkten.

In vier Gruppen haben die Kinder klassenweise das Wasser erforscht. Wie man es säubert, haben die Schüler der 6a erfahren. In der Kläranlage. So eine haben sie selbst hergestellt.

Mit ein paar einfachen Blumentöpfen, übereinander gestapelt und mal mit Kieselsteinen, mal mit Sand und mal mit Aktivkohle gefüllt. Aus einer trüben Pfütze auf ihrem Schulhof haben sie Wasser geschöpft und es durch die Töpfe sickern lassen.

Und siehe da: „Unten war es fast ganz sauber”, sagt Pascal bei der Vorstellung des Projektes. Schmutzpartikel haben die Kinder so herausgefiltert. Doch bei Wasser mit Spülmittel versagt ihre Konstruktion. „Das schäumt auch hinterher noch richtig, wenn man es schüttelt.”

Einen kompletten Wasserkreislauf haben die Schüler in ein Einmachglas gepackt. Erde rein, Pflanze rein, wasserdichte Folie drauf, fertig.

Pascal: „Wenn man das Glas auf die warme Fensterbank stellt, verdunstet das Wasser und sammelt sich an der Folie.” Irgendwann fallen die Tropfen herab. Regen im Miniformat. Der Pflanze ist es bisher gut bekommen, vor zwei Tagen ist sogar eine Blütenknospe aufgesprungen.

Neue Wege

Neue Wege in Sachen Durst ist die gemeinsame Klasse 5/6 gegangen. „Die Schüler dürfen jetzt auch während des Unterrichts trinken”, sagt Klassenlehrerin Suna Rausch. Eine Woche lang stand eine Wasserflasche auf jedem Pult.

Rausch: „Das Trinken hat den Unterrichtsablauf nicht gestört.” Im Gegenteil: „Die Schüler sind tatsächlich konzentrierter und ausgeglichener geworden.” Wasser als Lernanreiz - auch das ist eine besondere Form der Nutzung.

Die wollen die Schüler auch in den übrigen Klassen fördern. Eine moderne Trinkwassermaschine, die Leitungswasser kühlt und zum Zapfen bereitstellt, möchten sie anschaffen. Bloß kostet die rund 3000 Euro.

Nicht bloß auf Sponsoren wollen die Kinder dabei vertrauen. Rausch: „Die stricken jetzt fleißig Schals und basteln Kunstobjekte, die bei einem Basar angeboten werden sollen.” Damit es möglichst bald leckeres Wasser für alle gibt.

Exakt 17 Liter

Sogar dem Blumengießen haben sich die Schüler gewidmet. Exakt 61 große Pflanzen stehen auf den Schulfluren. Um die alle zu gießen, benötigt der neue Blumendienst der Klasse 6b 17 Liter Wasser und knapp 20 Minuten.

Die Aufgabe, die bislang Sache des Hausmeisters war, wollen sie auch künftig erledigen. Und zwar mit Regenwasser, der Umwelt zuliebe. Während der vergangenen Regentage sind die Schüler mit Schüsseln rausgelaufen, um es zu sammeln. Künftig soll eine Regentonne für Erleichterung und vor allem für trockene Schülerkleidung sorgen.

Regentonne

In einem vierten Projekt haben sich die Schüler der Klasse 7 den Gewässern gewidmet. Wo kommen sie her, wo fließen sie hin? Und was schwimmt alles darin. Wasserproben haben sie dazu im Alsdorfer Weiher entnommen. Und dann genau hingeschaut, wie gut das Wasser ist. Ist es trüb? Ist es klar?

So richtig überzeugen konnte die Qualität die Schüler noch nicht. Aber das war irgendwie zu ahnen...
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