Würselen - Pfeifen-Langsamrauchen: Rauchclub Haal qualmt um die Wette

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Pfeifen-Langsamrauchen: Rauchclub Haal qualmt um die Wette

Von: ehg
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Um die Wette gequalmt: Bei den
Um die Wette gequalmt: Bei den 33. Westdeutschen Meisterschaften im Langsamrauchen treten Teams und Einzelkämpfer an. Foto: Sevenich

Würselen. Sage und schreibe eine Stunde, 57 Minuten und 34 Sekunden stieg aus der mit drei Gramm Tabak gestopften Pfeife von Uli Schäfer aus Arnsberg im Restaurant Schürmann an der Haaler Straße blauer Dunst auf.

Mit dieser Zeit entschied er nicht nur die 33. Westdeutschen Meisterschaften im Langsamrauchen für sich. Er verwies mit ihr auch die internationale Konkurrenz aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden beim 6. Euregio-Cup auf die Plätze, der in Verbindung mit der „Westdeutschen” veranstaltet wurde. Ausrichter war der 1876 gegründete Rauchclub Haal, die älteste Rauchervereinigung der Welt. Geschäftsführer Karl-Heinz Voss begrüßte die Starter aus Nah und Fern zum fairen Wettstreit. Es startete auch der Präsident des Verbandes der Deutschen Pfeifenraucher, Kurt Eggemann (Köln), der erst kürzlich in die „Confrèrie des Maitres des Saint-Claude” in Frankreich aufgenommen wurde.

Mit Akribie gestopft

Dass alles mit rechten Dingen zuging, darüber wachten mit Argusaugen Oberschiedsrichter Wolfgang Peltzer und die Adjutanten an den Tischen, Aktive des Oppen-Haaler Jungenspiels. Nachdem alle Langsamraucher ihre Pfeifen geprüft hatten, gab Peltzer das Kommando zum Stopfen. Für diese „heilige” Handlung räumte er fünf Minuten Zeit ein. Akribisch wurde der Tabak auseinandergepflückt und dann Häppchen für Häppchen in den Pfeifenkopf gestopft - mit viel Akribie. Vom Stopfen hängt nämlich wesentlich ab, wie lange der blaue Dunst aufsteigt. Zwei Streichhölzer standen zum Zünden zur Verfügung. Alle Wettkämpfer hatten Erfolg, so dass der Saal in wenigen Minuten unter Qualm stand.

Der beste Raucher

Der Präsident des Westdeutschen Verbandes fuhr souverän seinen Sieg ein. Hinter ihm landete Burkhard Müller (Brühl) mit 1:06:54 - weit abgeschlagen - auf dem zweiten Rang, vor Alfons Rosenbaum von „De Pief es uss” (Köln), der es auf 1:05:44 gebracht hatte. Der beste Raucher des Haaler Clubs, Hans-Albert Schrey, schaffte 59:39 Minuten und fand sich hinter dem deutschen Präsidenten Kurt Eggemann (De Pief es uss, Köln) auf dem fünften Rang wieder. Die 50:48 Minuten von Willi Knubben reichten für den zehnten Rang. Bei den Frauen verteidigte Betty Prümm die Farben des Ausrichters würdig. Mit 41:05 Minuten holte sie sich den Titel vor Rita Hampel (Arnsberg), die es auf 34:40 Minuten gebracht hatte. Therese Milcher, die Frau des Präsidenten Arnold Milcher, schaffte mit 34 Minuten noch den Sprung aufs Treppchen. Bei der U 35-Wertung machten die jungen Haaler Starter die Plätze unter sich aus: 1. Arndt Bellefroid mit 45:37 Minuten, 2. Thorsten Schmitz mit 41:27 Minuten, 3. Tobias Debray mit 37:26 Minuten und 4. André Beckers mit 21 Minuten.

Auch in der Euregio-Wertung hängte der neue Westdeutsche Meister seine Konkurrenten weit ab. Als zweitbester Raucher platzierte sich Fernand Dessart von La Confrèrie des Vieux Forneaux (Belgien) mit 1:28:33. Dritter wurde Michel Bombeke von „Pijp & Toebak Ruisbroek (Niederlande).

6. Euregio-Cup

Die 59:39 Minuten von Heinz-Albert Schrey vom Rauchclub Haal reichten für den zehnten Rang. Beim Euregio-Cup der Damen verwies Danièle Gautier vom Pipe Club de Metz mit 45:30 Minuten die neue Westdeutsche Meisterin Betty Prümm auf den zweiten Platz. Therese Milcher durfte sich über den vierten Rang freuen.

In der Mannschaftswertung waren Betty Prümm, Therese Milcher und Irmgard Tropartz, die es zusammen auf 1:39 Stunde geraucht hatten, nicht zu schlagen. Sie übertrumpften Publa Arnsberg mit nur 21 Sekunden. Bei den Herren bewies Publa Arnsberg eine große mannschaftliche Geschlossenheit. Es sprangen insgesamt 3:26:34 Stunden und damit der Sieg heraus. „De Pief es uss” kam nicht über 2:48:36 Stunden hinaus, was für den zweiten Rang reichte.

Auf dem undankbaren vierten Platz fand sich das Haaler Team mit Hans-Albert Schrey, Willi Knubben, Viktor Nellessen und Franz Verhoegen wieder, hinter dem Rauchclub Brühl, der den Gastgebern mit 5:46 Minuten Vorsprung das Nachsehen gegeben hatte.
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